Edit concept Question Editor Create issue ticket

Helminthose

Der Terminus Helminthose beschreibt eine Infestation mit Helminthen, die im Volksmund häufig einfach als Würmer bezeichnet werden. Die Gruppe der Helminthen umfasst eine Vielzahl an Nematoden, Zestoden und Trematoden, und es ist davon auszugehen, dass die Prävelenz der Helminthose sehr hoch ist. Vor allem in wenig entwickelten Gebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas leiden viele Menschen an einer solchen Parasitose.


Symptome

Helminthen sind vielzellige Organismen, die zwar am ehesten als intestinale Parasiten bekannt sind, aber auch eine Vielzahl anderer Erkrankungen auslösen können. Schlechte Hygienebedingungen, wie sie oft mit einem niedrigen sozio-ökonomischen Status einhergehen, erleichtern die Übertragung zwischen den jeweiligen Wirten, zu denen neben dem Menschen auch viele Tierarten zählen [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa zwei Milliarden Menschen mit Helminthose leben. Die Infestation des Menschen ist in aller Regel auf die orale Aufnahme von Larvenstadien zurückzuführen, wie sie beispielsweise an landwirtschaftlichen Produkten haften können, besonders wenn diese in Bodennähe gewachsen sind. Da diese Larvenstadien zum Teil von anderen Wirten über den Darm ausgeschieden wurden, gilt die Bewässerung mit fäkal verunreinigtem Wasser als wesentlicher Risikofaktor für die Übertragung von Helminthen. Seltener dringen die Parasiten über andere Körperöffnungen oder die Haut in den menschlichen Körper ein. Die Übertragung über die Haut erfolgt zuweilen durch Vektoren, hauptsächlich durch hämatophage Arthropoden.

Zu den häufigsten Erregern intestinaler Helminthosen zählen Ascaris lumbricoides (Spulwurm), Enterobius vermicularis (Madenwurm), Strongyloides stercoralis (Zwergfadenwurm), Trichuris trichura (Peitschenwurm), die Bandwürmer Diphyllobothrium latum (Fischbandwurm), Taenia saginata und solium (Rinder- und Schweinebandwurm), sowie die Hakenwürmer Ancylostoma duodenale and Necator americanus. Die adulten Würmer im Darm verursachen nur selten Symptome wie Übelkeit, Dyspepsie mit abdominellen Schmerzen und Durchfall. Obwohl extremer Befall mit einem Darmverschluss einhergehen kann, sind die allermeisten Patienten asymptomatisch. Häufiger werden schwere, potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen durch extraintestinale Stadien derselben Parasiten hervorgerufen, z.B. bei Befall durch Echinococcus multilocularis und der daraus resultierenden Echinokokkose. Im Prinzip gilt das auch für jene Helminthen, die generell als extraintestinale Parasiten gelten, weil sie den Magen-Darm-Trakt des Menschen entweder überhaupt nicht erreichen oder nach oraler Aufnahme des Parasiten binnen kurzer Zeit verlassen, um in anderen Geweben das adulte Stadium zu erreichen. Dazu zählt beispielsweise Trichina spiralis, das kausale Pathogen der Trichinose, aber auch Dirofilaria immitis (Herzwurm), Onchocerca volvulus (Erreger der Flussblindheit) und Paragonimus westermani (Lungenwurm), sowie viele weitere Arten in nahezu allen Organen des Körpers. Typische Symptome umfassen lokale Beschwerden an der Eintrittspforte und funktionelle Störungen des befallenen Organs.

Kopfschmerz
  • Ungefähr 14 bis 90 Tage nach Erstkontakt mit Schistosomen kommt es bei dieser akuten Form der Bilharziose zu einem Krankheitsbild mit nächtlichem Fieber, Husten, Myalgien, Kopfschmerzen und Abdominalschmerzen, das sich als Reaktion auf die heranreifenden[aerzteblatt.de]
Bauchschmerz
  • Klinische Erscheinungen Die klinische Erscheinung ist oft unspezifisch, häufige Symptome sind Bauchschmerz, Brennen beim Wasser lassen, chronische Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Nachtschweiß, Muskelkrämpfe, Juckreiz (insbesondere auch in Anal- und Schambereich[de.wikipedia.org]
  • Vor allem bei einer längerfristigen Behandlung mit Anthelminthika kann es zu Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen. Etwas schwieriger gestaltet es sich bei der Therapie von Hunde- und Fuchsbandwurmzysten.[cysticus.de]
  • Der Fuchsbandwurm löst die alveoläre Echinokokkose in der Leber aus, bei der es nach langer Inkubationszeit zu Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen und Gelbsucht kommen kann.[dr-gumpert.de]
  • Er betätigt sich als Nahrungskonkurrent, und bei starkem Befall kann er Bauchschmerzen verursachen. Er legt seine Eier in die Darmschleimhaut, die schlüpfenden Larven entwickeln sich an Ort und Stelle zum adulten Wurm.[de.wikipedia.org]
  • Symptome für Wurmbefall bei Kindern Tatsächlich zeigt sich ein Wurmbefall bei Kindern meist recht schnell durch verschiedene Symptome Bauchbeschwerden Die Bauchschmerzen treten meist vor allem im Oberbauch auf Appetitlosigkeit Zum Teil auch im Wechsel[kinder-tipps.com]

Diagnostik

Die Verfahren, die zur Diagnose einer Helminthose führen, richten sich nach der Art und Lokalisation des Erregers. Grundsätzlich gilt die im Blutbild zu erkennende Eosinophilie als wichtiger, aber unspezifischer Hinweis auf eine Infestation mit Parasiten. Der Blutuntersuchung sind daher weitere Maßnahmen anzuschließen, die entsprechend des klinischen Bildes gewählt werden: Die Infestation mit intestinalen Parasiten ist meist durch Untersuchungen von Stuhlproben nachzuweisen [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]. Parasitologen können bereits anhand der Morphologie der ausgeschiedenen Parasitenstadien Aussagen zur Identität des Helminthen machen, was besonders bei Ressourcenknappheit von Vorteil ist. Zur Detektion extraintestinaler Parasiten sind möglicherweise Analysen von Körperflüssigkeiten, bildgebende Studien und Biopsien mit anschließender histologischer Untersuchung von Gewebeproben angezeigt. Der Kontakt zu bestimmten Helminthen kann auch durch serologische Untersuchungen gezeigt werden.

Therapie

  • Bei der zystischen Echinokokkose kann alternativ zur medikamentösen oder chirurgischen Therapie die PAIR-Methode (Punktion-Aspiration-Injektion-Reaspiration) angewendet werden.[flexikon.doccheck.com]
  • Etwas schwieriger gestaltet es sich bei der Therapie von Hunde- und Fuchsbandwurmzysten.[cysticus.de]
  • Die Therapie richtet sich spezifisch nach dem Erreger. Quellen Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie, Thieme, Stuttgart 2001, S. 526 Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie Thieme Stuttgart 2001, S. 568[de.wikipedia.org]
  • Die Therapie der Wurminfektion richtet sich nach der genaueren Gattung des Wurms .[dr-gumpert.de]

Prognose

  • Wichtige Eckpfeiler beim Management der COPD sind Sekundärprävention und Rehabilitation, da eine schwere Exazerbation häufig eine schlechtere Prognose hat als ein Myokardinfarkt. zum DFP-Literaturstudium zum Fragebogen Update Helicobacter pylori Eine[aerztezeitung.at]
  • Die Prognose der verschiedenen Entitäten ist fundamental unterschiedlich.[onkopedia.com]

Epidemiologie

  • Bundesamt für Gesundheit Abteilung Epidemiologie und Infektionskrankheiten, 1996 Schiefke I. et al. Einheimische Helminthosen. Internist, 2006, 47, 793–800 Wang L.C., Hwang K.P., Chen E.R.[pharmawiki.ch]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Kasper DL, Fauci AS, Hauser SL, Longo DL, Jameson J, Loscalzo J. eds. Harrison's Principles of Internal Medicine, 19e. New York, NY: McGraw-Hill; 2016.
  2. Mandell GL, Bennett JE, Dolin R. Mandel, Douglas and Bennett's Principles and Practice of Infectious Diseases. 8th ed. Philadelphia, Pennsylvania: Churchill Livingstone; 2015.
  3. Murray PR, Rosenthal KS, Pfaller MA. Medical Microbiology. Seventh edition. Philadelphia: Elsevier/Saunders; 2013
  4. Hotez PJ, Brindley PJ, Bethony JM, King CH, Pearce EJ, Jacobson J. Helminth infections: the great neglected tropical diseases. J Clin Invest. 2008;118(4):1311-1321.
  5. Croker C, Reporter R, Redelings M, Mascola L. Strongyloidiasis-Related Deaths in the United States, 1991–2006. Am J Trop Med Hyg. 2010;83(2):422-426.
  6. Brooker S, Clements AC, Bundy DA. Global epidemiology, ecology and control of soil-transmitted helminth infections. Advances in parasitology. 2006;62:221-261.
  7. Nutman TB. Evaluation and differential diagnosis of marked, persistent eosinophilia. Immunol Allergy Clin North Am. 2007;27(3):529-549.
  8. Nikolay B, Brooker SJ, Pullan RL. Sensitivity of diagnostic tests for human soil-transmitted helminth infections: a meta-analysis in the absence of a true gold standard. Int J Parasitol. 2014;44(11):765-774.

Frage stellen

5000 Zeichen übrig Text Formatierung mit: # Überschrift, **fett**, _kursiv_. Kein HTML Code.
Mit dem Abschicken der Frage stimmen Sie den AGB und der Datenschutzerklärung zu.
• Verwenden Sie einen aussagekräftigen Titel für Ihre Frage.
• Fragen Sie präzise und führen Sie Alter, Geschlecht, Symptome, Art und Dauer einer Behandlung an.
• Respektieren Sie Ihre Privatsphäre und jene Anderer und geben Sie niemals volle Namen oder Kontaktinformationen ein.
• Unpassende Fragen werden gelöscht.
• In dringenden Fällen suchen Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus auf oder wählen den Notruf!
Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:49