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Kontusion

Prellung

Eine Kontusion oder Prellung ist die Verletzung eines Körperteils, wobei die Haut intakt bleibt.


Symptome

Dunkelrote, violett bis schwarze Verfärbung der Haut ist das sichtbare Zeichen einer Kontusion. Viele Faktoren modifizieren die klinische Präsentation von Prellungen. Dazu gehören die Art des Gewebes, die Schwere der Verletzungen, Alter, Geschlecht, Hautfarbe und systemische Erkrankungen, wie Blutgerinnungsstörungen.

Auf der Grundlage der beteiligten Struktur werden Prellungen wie folgt unterteilt:.

  • Subkutane Prellung 
  • Muskulöse Prellung 
  • Periosteale Prellung
  • Lungenkontusion [2] [3]
  • Hirnkontusion [4] [5]
  • Myokardiale Kontusion [6] [7] [8]

Subkutane Prellungen führen zu Verfärbung der Haut, lokalisiertem Schmerz und Schwellung. Intramuskuläre Prellungen zeigen sich selten auf der Hautoberfläche. Schmerz ist das Hauptsymptom dieser Kontusionen. Bewegungseinschränkungen sind auch in solchen Fällen üblich. Periosteale Prellungen sind schmerzhaft und können eine sichtbare Schwellung verursachen. Lungenkontusionen verursachen respiratorische Symptome wie Atembeschwerden. Hirnkontusionen gehen mit Kopfschmerzen, Beeinträchtigung der Orientierung, Erbrechen, Krampfanfälle, Ohnmacht und Koma einher.

Muskelzerrung
  • Während sportlicher Belastungen können unterschiedliche Arten von Muskelverletzungen auftreten, die nach dem entsprechenden Schädigungsmechanismus in Muskelzerrungen und Muskelkontusionen unterteilt werden.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • Im Sport stehen dagegen Bänder- und Muskelzerrung en an ersten Stelle, insbesondere bei Kontaktsportarten. Weiterlesen Diagnose ... Aplastische Anämie Zirrhose the Leber Morbus Cushing Eklampsie »» Fehldiagnosen der Symptome »» ...[de.mimi.hu]
  • Mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) unterscheidet der Arzt Muskelrisse von Muskelzerrungen und untersucht die betroffen Kapseln und Bänder.[gesundpedia.de]
  • Bänder und Sehnen betroffen sein. a) Muskulatur Muskelzerrungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Man unterscheidet drei Schweregrade: 1. Zerrung, 2. Faserriss, 3.[sportverein-vollmaringen.de]
Niereninsuffizienz
  • Bei ausgedehnten Muskelverletzungen kann es darüber hinaus aufgrund einer Rhabdomyolyse Rhabdomyolyse durch die massive Freizsetzung von Myoglobin zur Ausbildung einer akuten Niereninsuffizienz kommen (sog. Crush-Niere).[eref.thieme.de]

Diagnostik

Für die Diagnosestellung können unter anderem folgende Untersuchungen nötig sein:

  • Körperliche Untersuchung
  • Thoraxröntgen bei Lungenkontusion 
  • CT und MRI bei Hirnkontusion
  • Ultraschall bei intraabdominellen Prellungen
  • Blutbild zur Beurteilung assoziierter Erkrankungen

Therapie

Die Behandlung von Prellungen umfasst:

  • Ruhigstellen
  • Kühlung
  • Kompression
  • Hochlagerung, um die Ausbildung von Schwellung und Hämatom zu begrenzen.
  • Schmerzmittel, zum Beispiel Paracetamol, um leichte Schmerzen zu lindern. Es kann mit Codein, Oxycodon oder Hydrocodon für mäßige bis starke Schmerzen kombiniert werden.
  • Entzündungshemmende Medikamente wie nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente, um Schwellungen zu reduzieren.
  • Physiotherapie kann als rehabilitative Maßnahme erforderlich sein.
  • Die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
  • Die chirurgische Behandlung wird manchmal in besonderen Fällen wie Hirnkontusion und Kompartmentsyndrom erforderlich [9] [10].

Prognose

Massive innere Prellungen können lebensbedrohlich sein [1]. Assoziierte Erkrankungen wie Leukämie, Thrombozytopenie oder Hämophilie können ebenfalls eine schlechte Prognose haben.

Ätiologie

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Prellungen. Am häufigsten treten sie aufgrund von direkter, stumpfer Gewalt von außen (etwa durch Stürze, als Folge körperlicher Gewalt, Sportverletzung usw.) auf. Mechanische Kompression der Gewebe wie bei Verkehrsunfällen kann auch Kontusionen verursachen. Frakturen und Bänderrisse sind häufig mit der Entwicklung von Kontusionen verbunden. Muskelbelastungen oder Tierbisse können auch zur Bildung von Prellungen führen. Die innere Organe können ebenfalls Prellungen infolge von Traumata entwickeln. Intraabdominelle Prellungen sind sehr häufig nach stumpfem Bauchverletzungen. Verletzungen am Kopf können intrazerebrale Blutungen, Subduralhämatome und Subarachnoidalblutungen verursachen.

Verschiedene Krankheiten prädisponieren den Patienten zur Entwicklung von Kontusionen. Unter ihnen sind Gerinnungsstörungen wie Hämophilie B, Mangel an Faktoren die in der Gerinnungskaskade beteiligt sind (wie Mangel an den Faktoren II, V, VII und X), Krankheiten mit verringerter Plättchenzahl und von Willebrand-Krankheit. Leukämien können auch den Patienten zur Entwicklung von Prellungen prädisponieren.

Epidemiologie

Die genaue Prävalenz von Kontusionen ist schwer zu ermitteln, da die Mehrzahl der Fälle nicht gemeldet werden. Prellungen sind bei Kindern und Jugendlichen häufiger. Personen mit verschiedenen Erkrankungen wie Gerinnungsstörungen haben auch ein höheres Risiko. Ein Drittel der Sportverletzungen führen zu Prellungen von Muskeln.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Wenn ein externes Trauma auftritt, reißen die Gewebestrukturen, darunter Blutgefäße. Es kommt zu Extravasation mit Bildung eines Hämatoms. Verletzungen des Kapillarendothels lösen die Freisetzung von Endothelin aus, das Gefäßverengung bewirkt und somit weiteren Austritt von Blut aus den Gefäßen verhindert. Die Schädigung bewirkt auch die Freisetzung von Von-Willebrand-Faktor, der die Gerinnungskaskade auslöst, was zu einer lokalisierten Gerinnselbildung führt. Die Beteiligung der Nervenenden kann zu Schmerzempfindungen führen. Nach einiger Zeit beginnt der Gerinnselauflösung, wobei das Hämatom verschiedene Farbänderungen aufgrund der Akkumulation von Hämoglobin-Abbauprodukten als Ergebnis der Phagozytose der Zellbruchstücke durchläuft. 

Das Alter der Kontusion kann durch externe Hautverfärbungen geschätzt werden:

  • Rot: 0-2 Tage
  • Blau oder violett: 2-5 Tage
  • Grün: 5-7 Tage
  • Gelb: 7-10 Tage
  • Braun: 10-14 Tage

Prävention

  • Sicherheitsausrüstung wie Helme und Sicherheitsgurte sollte eingesetzt werden.
  • Die richtige Kopfbedeckung, besonders bei verschiedenen Sportarten, ist zu tragen.
  • Im Falle von Blutungsstörungen, sollte darauf geachtet werden, Trauma zu vermeiden.

Zusammenfassung

Die Kontusion oder Prellung ist die Schädigung von Geweben durch meist stumpfe, direkte Gewalt von außen. Violette oder bläuliche Verfärbung der Haut ist das häufigste Zeichen einer Prellung. Die zugrunde liegende Pathologie und die klinische Symptomatik von Prellungen sind sehr unterschiedlich. Konservative Behandlungsmethoden können bei der raschen Heilung von Kontusionen helfen.

Patientenhinweise

Eine Kontusion oder Prellung entsteht infolge von stumpfer Gewalt durch eine Vielzahl von Ursachen. Zu sehen sind meist violette oder bläuliche Verfärbungen der Hau und Schwellungen und Schmerzen bestehen. Ein Bluterguss löst sich in der Regel in ca. 2-3 Wochen auf.

Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr und Sport helfen, Prellungen zu vermeiden. Andere vorbeugende Maßnahmen umfassen das Tragen von Kopfbedeckung und Schutzpolster bei sportlichen Aktivitäten. Wenn Prellungen wiederholt auftreten, sollte ein Arzt sofort konsultiert werden, da sie das Vorhandensein von verschiedenen Krankheiten aufzeigen können.

Quellen

Artikel

  1. Vougiouklakis T, Peschos D, Doulis A, Batistatou A, Mitselou A, Agnantis NJ. Sudden death from contusion of the right atrium after blunt chest trauma: case report and review of the literature. Injury. Jan 2005;36(1):213-217.
  2. Cohn SM. Pulmonary contusion: review of the clinical entity. The Journal of trauma. May 1997;42(5):973-979.
  3. Allen GS, Coates NE. Pulmonary contusion: a collective review. The American surgeon. Nov 1996;62(11):895-900.
  4. Stuck RM. Cerebral contusion of the newborn. Rocky Mountain medical journal. Jan 1952;49(1):44-47.
  5. Vallenas Orihuela M. [Physiopathology of cerebral contusion]. Revista de neuro-psiquiatria. Sep 1971;34(3):197-209.
  6. Tenzer ML. The spectrum of myocardial contusion: a review. The Journal of trauma. Jul 1985;25(7):620-627.
  7. St Louis P, Gandhi S. Cardiac contusion and creatine kinase-MB: a pertinent case history and brief review of the utility of CK-MB. Clinical biochemistry. Apr 1994;27(2):105-111.
  8. Menzies RC. Cardiac contusion: a review. Medicine, science, and the law. Jan 1978;18(1):3-12.
  9. Kawamata T, Katayama Y. Surgical management of early massive edema caused by cerebral contusion in head trauma patients. Acta neurochirurgica. Supplement. 2006;96:3-6.
  10. Gorman PW, McAndrew MP. Acute anterior compartmental syndrome of the thigh following contusion. A case report and review of the literature. Journal of orthopaedic trauma. 1987;1(1):68-70.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:51