Digitaler Gesundheitsassistent & Symptom Checker | Symptoma
0%
Neustart

Sind Sie sicher, dass Sie die Konversation neu starten und die eingegebenen Daten zurücksetzen wollen?

Über COVID-19 Jobs Presse Nutzungsbedingungen Datenschutz Impressum Medizinprodukt Sprache
Sprachen
Vorgeschlagene Sprachen
Deutsch (German) de
Andere Sprachen 0
2.1
La Crosse-Enzephalitis
Die La Crosse-Enzephalitis (LCE) ist eine Form der Enzephalitis durch Arboviren, d.h. die Erreger dieser Erkrankung werden durch Arthropoden übertragen. Im konkreten Fall handelt es sich bei den Erregern der Enzephalitis um Viren der Familie Bunyaviridae, für die Mücken der Gattung Aedes als Vektoren fungieren. Als Endemiegebiete gelten der mittlere Westen und der Osten der Vereinigten Staaten. Über Todesfälle wurde im Zusammenhang mit der LCE berichtet, aber die Mortalität liegt < 1%. Einige Patienten leiden an Langzeitfolgen wie Krampfanfällen.

Symptome

Tatsächlich bleibt die Mehrzahl der Patienten, die sich mit dem LCE-Virus anstecken, asymptomatisch. Wenn sich Beschwerden einstellen, dann ähneln diese einem grippalen Infekt und umfassen eine erhöhte Körpertemperatur, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Symptome klingen ohne Behandlung spontan wieder ab.

Nur in wenigen Fällen kommt es zu einer Beteiligung des zentralen Nervensystems und zur LCE. Betroffen sind davon hauptsächlich Kinder und Jugendliche im Alter von <16 Jahren, wobei nicht sicher ist, wie hoch die Inzidenz der asymptomatischen Fälle in der adulten Bevölkerung ist. Auf eine Inkubationszeit von bis zu sieben Tagen und grippalen Symptomen wie oben beschrieben folgt hier eine kurze Phase der scheinbaren Remission, bis die Körpertemperatur erneut ansteigt. Die Patienten entwickeln Fieber, Übelkeit und Erbrechen und zeigen in der Regel die für einen Meningismus typische Nackensteifigkeit [1]. Darüber hinaus sind bald neurologische Defizite festzustellen, die ganz deutlich eine Involvierung des Gehirns anzeigen. Diese umfassen psychische sowie fokale motorische und sensorische Anomalien, darunter Alterationen des Geisteszustandes, dazu Photophobie, Krampfanfälle, Lähmungen, Aphasie und Dysarthrie [2] [3] [4]. In schweren Fällen kommt es zu einer Bewusstseinstrübung, die von Lethargie und Somnolenz bis hin zum Koma reicht. Die Bewusstseinstrübung ist auf einen zunehmenden intrakraniellen Druck zurückzuführen.

Diagnostik

Tragende Säule der LCE-Diagnostik ist die Anamnese, in der eine Exposition gegenüber den Vektoren festgestellt werden muss, die diese Erkrankung übertragen. Sie kommt daher als Differentialdiagnose nur infrage, wenn der Patient entweder in den Endemiegebiete der Vereinigten Staaten lebt oder kürzlich dorthin gereist ist [2]. Es ist zu erfragen, ob Mückenstiche am Körper bemerkt wurden. Zum Zeitpunkt der Vorstellung beim Arzt ist der ursächliche Mückenstich in der Regel nicht mehr als solcher erkennbar, weshalb als weiterer Anhaltspunkt die Jahreszeit dient, da die Mehrzahl der LCE-Fälle im Sommer und frühen Herbst diagnostiziert wird.

Zur Diagnose einer akuten LCE eignet sich die Untersuchung einer Liquorprobe, die neben einer lymphozytären Pleozytose bei erhöhtem Proteingehalt meist die Präsenz spezifischer Antikörper gegen das kausale Bunyavirus offenbart. Eine hohe Ratio der Antikörper in der Zerebrospinalflüssigkeit zu den Antikörpern im Serum weist deutlich auf eine Beteiligung des zentralen Nervensystems hin. Kann trotz Verdachts auf LCE keine entsprechende Antikörperbildung nachgewiesen werden, ist auf direkte Verfahren wie die Polymerase-Kettenreaktion zurückzugreifen [5] [6]. Die Anzucht der Viren erfolgt in der Praxis nur sehr selten.

Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass das Risiko für eine LCE bei immundefizienten Patienten höher liegt als bei der Allgemeinbevölkerung. Es ist daher zu empfehlen, die Blutwerte des Patienten auf Anomalien des Immunsystems zu untersuchen und gegebenenfalls serologische Tests vorzunehmen, um eine Infektion mit dem humanen Immunschwäche-Virus auszuschließen.

Therapie

Es gibt keine spezifische antivirale Therapie für die La Crosse-Enzephalitis. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Körperfunktionen. Dazu gehören:

  • Fiebersenkende Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Antikonvulsiva zur Kontrolle von Krampfanfällen
  • Flüssigkeitszufuhr zur Vermeidung von Dehydratation

Prognose

Die Prognose für Patienten mit La Crosse-Enzephalitis ist in der Regel gut, insbesondere bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung. Die meisten Patienten erholen sich vollständig, obwohl einige langfristige neurologische Probleme wie Lernschwierigkeiten oder Verhaltensänderungen entwickeln können.

Ätiologie

Das La Crosse-Virus gehört zur Familie der Bunyaviridae und wird hauptsächlich durch Mücken der Art Aedes triseriatus übertragen. Diese Mückenart lebt bevorzugt in bewaldeten Gebieten und legt ihre Eier in Baumhöhlen oder künstlichen Behältern ab, die mit Wasser gefüllt sind.

Epidemiologie

La Crosse-Enzephalitis tritt hauptsächlich in den zentralen und östlichen Vereinigten Staaten auf, insbesondere in den Bundesstaaten Wisconsin, Minnesota und Ohio. Die Krankheit wird vor allem in den Sommermonaten gemeldet, wenn die Mückenaktivität am höchsten ist. Kinder unter 16 Jahren sind am häufigsten betroffen.

Pathophysiologie

Nach einem Mückenstich gelangt das La Crosse-Virus in den Blutkreislauf und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden, um das zentrale Nervensystem zu infizieren. Dort verursacht es eine Entzündungsreaktion, die zu den typischen Symptomen der Enzephalitis führt. Die genaue Mechanik, wie das Virus neurologische Schäden verursacht, ist noch nicht vollständig verstanden.

Prävention

Die Prävention der La Crosse-Enzephalitis konzentriert sich auf die Vermeidung von Mückenstichen. Dazu gehören:

  • Verwendung von Insektenschutzmitteln
  • Tragen von langärmeliger Kleidung
  • Installation von Mückennetzen an Fenstern und Türen
  • Beseitigung von stehenden Wasserquellen, um die Mückenbrut zu reduzieren

Zusammenfassung

La Crosse-Enzephalitis ist eine seltene, aber potenziell schwere virale Infektion, die durch Mückenstiche übertragen wird. Sie betrifft vor allem Kinder und kann zu neurologischen Komplikationen führen. Eine frühzeitige Diagnose und symptomatische Behandlung sind entscheidend für eine gute Prognose. Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind der beste Schutz.

Patientenhinweise

Wenn Sie oder Ihr Kind in einem Gebiet leben oder gereist sind, in dem La Crosse-Enzephalitis vorkommt, und Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Verwirrtheit auftreten, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Die Vermeidung von Mückenstichen ist der effektivste Weg, um eine Infektion zu verhindern. Achten Sie darauf, Insektenschutzmittel zu verwenden und stehendes Wasser in Ihrer Umgebung zu beseitigen.

Quellen

  1. Salimi H, Cain MD, Klein RS. Encephalitic Arboviruses: Emergence, Clinical Presentation, and Neuropathogenesis. Neurotherapeutics. 2016; 13(3):514-534.
  2. Davis LE, Beckham JD, Tyler KL. North American encephalitic arboviruses. Neurol Clin. 2008; 26(3):727-757, ix.
  3. McJunkin JE, de los Reyes EC, Irazuzta JE, et al. La Crosse encephalitis in children. N Engl J Med. 2001; 344(11):801-807.
  4. Teleron AL, Rose BK, Williams DM, Kemper SE, McJunkin JE. La Crosse Encephalitis: An Adult Case Series. Am J Med. 2016; 129(8):881-884.
  5. Debiasi RL, Tyler KL. Molecular methods for diagnosis of viral encephalitis. Clin Microbiol Rev. 2004; 17(4):903-925, table of contents.
  6. Westby KM, Fritzen C, Paulsen D, Poindexter S, Moncayo AC. La Crosse Encephalitis Virus Infection in Field-Collected Aedes albopictus, Aedes japonicus, and Aedes triseriatus in Tennessee. J Am Mosq Control Assoc. 2015; 31(3):233-241.
Sprachen
Vorgeschlagene Sprachen
Deutsch (German) de
Andere Sprachen 0
Sitemap: 1-200 201-500 -1k -2k -3k -4k -5k -6k -7k -8k -9k -10k -15k -20k -30k -50k -100k 2.1
Über Symptoma.ch COVID-19 Jobs Presse
Kontakt Nutzungsbedingungen Datenschutz Impressum Medizinprodukt