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Legionärskrankheit

Legionellose mit Pneumonie

Die Legionellose ist eine meist durch durch Legionella pneumophilia hervorgerufene Erkrankung. Man unterscheidet zwei Formen der Krankheit, das mildere Pontiac-Fieber und die Legionärskrankheit.


Symptome

Patienten mit Legionellose entwickeln Fieber, Schüttelfrost und Husten, der trocken oder produktiv sein [6] kann. Bei einigen Patienten können Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall und Müdigkeit auftreten. Die Legionärskrankheit führt zu Pneumonie mit Dyspnoe. In einigen Fällen kann es zur Entwicklung des Atemnotsyndroms des Erwachsenen kommen. Bradykardie kann auch als Folge des Fiebers auftreten.

Die Symptomatik der Legionärskrankheit unterscheidet sich nicht von anderen Formen der Lungenentzündung. Bei Personen mit Pontiac-Fieber tritt eine selbstlimitierende grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auf. Betroffene erholen innerhalb von 5 Tagen und benötigen selten Behandlung.

Kopfschmerz
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
  • Bei einigen Patienten können Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall und Müdigkeit auftreten. Die Legionärskrankheit führt zu Pneumonie mit Dyspnoe.[symptoma.de]
  • Bei der Legionärskrankheit treten nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen grippeähnliche Symptome (Appetitverlust, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber) sowie Husten mit schleimig-blutigem Auswurf auf.[netdoktor.at]
Verwirrtheit
  • Manchmal kann es auch zu Durchfällen oder Verwirrtheit kommen. Die schwerste Verlaufsform ist eine tödlich verlaufende, rasch fortschreitende Lungenentzündung mit Lungen- sowie Multiorganversagen. 5 bis 10% der Erkrankungen verlaufen tödlich.[netdoktor.at]
Brustschmerz
  • Nach 1–2 Tagen treten Fieber, unproduktiver Husten, Brustschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und evtl. neurologische Ausfallsymptome auf.[eref.thieme.de]
Fieber
  • Man unterscheidet zwei Formen der Krankheit, das mildere Pontiac-Fieber und die Legionärskrankheit. Patienten mit Legionellose entwickeln Fieber, Schüttelfrost und Husten, der trocken oder produktiv sein kann.[symptoma.de]
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
Schüttelfrost
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
  • Menschen mit Legionärskrankheit entwickeln Fieber, Schüttelfrost und Husten. In dem fortgeschrittenen Stadium kann die Krankheit zu einer schweren Lungenentzündung und Atemstillstand führen.[symptoma.de]
  • Wichtige Legionärskrankheit-Symptome sind: Fieber Schüttelfrost Kopfschmerzen Muskel- und Gliederschmerzen Übelkeit, Erbrechen Husten schleimiger oder blutiger Auswurf Durchfall Im weiteren Verlauf kann es zu Bewusstseinsstörungen und Lungen-/ sowie Multiorganversagen[netdoktor.at]
Hohes Fieber
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
  • Bei den meisten Patienten beginnt die Erkrankung mit relativ hohem Fieber und Schüttelfrost (nicht selten werden Körpertemperaturen von über 40 C erreicht), mit Muskelschmerzen (Myalgien), die vor allem im Bereich des Brustkorbs lokalisiert sind (Thoraxschmerz[de.wikipedia.org]
Lungenerkrankung
  • Insgesamt hatten sich in Bremen seit November mehr als 40 Menschen mit der Lungenerkrankung infiziert. Drei Männer sind an den Folgen gestorben. Legionellen können eine schwere, zum Teil lebensbedrohliche Lungenentzündung auslösen.[weser-kurier.de]
  • Personen, die gefährdet sind, Legionärskrankheit nach Pontiac-Fieber entwickeln, sind diejenigen im Alter von über 50 Jahren, Personen mit chronischer Lungenerkrankung und immunsupprimierte Personen.[symptoma.de]
Husten
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
  • Menschen mit Legionärskrankheit entwickeln Fieber, Schüttelfrost und Husten. In dem fortgeschrittenen Stadium kann die Krankheit zu einer schweren Lungenentzündung und Atemstillstand führen.[symptoma.de]
Dyspnoe
  • Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Husten (blutig tingierter Auswurf), Thoraxschmerz und Bradykardie Neigung zu extrapulmonalen Manifestationen: Neurologische Symptome (Kopfschmerz, Meningismus), gastrointestinale Symptome Diagnosesicherung[eref.thieme.de]
  • Die Legionärskrankheit führt zu Pneumonie mit Dyspnoe. In einigen Fällen kann es zur Entwicklung des Atemnotsyndroms des Erwachsenen kommen. Bradykardie kann auch als Folge des Fiebers auftreten.[symptoma.de]
Pleuraerguss
  • Stadienabhängig, initial multifokale peripher gelegene herdförmige Infiltrate Konfluenz zu homogenen flächenhaften Infiltraten nach Art einer Lobärpneumonie Häufig multilokulär, auch bilateral Frühzeitiger Pleuraerguss Im Vergleich zum klinischen Verlauf[eref.thieme.de]
Erbrechen
  • Nach 1–2 Tagen treten Fieber, unproduktiver Husten, Brustschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und evtl. neurologische Ausfallsymptome auf.[eref.thieme.de]
  • Wichtige Legionärskrankheit-Symptome sind: Fieber Schüttelfrost Kopfschmerzen Muskel- und Gliederschmerzen Übelkeit, Erbrechen Husten schleimiger oder blutiger Auswurf Durchfall Im weiteren Verlauf kann es zu Bewusstseinsstörungen und Lungen-/ sowie Multiorganversagen[netdoktor.at]
  • Darüber hinaus kann es zu Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfällen sowie vielfältigen neurologischen Ausfallerscheinungen kommen.[de.wikipedia.org]
Myalgie
  • Bei den meisten Patienten beginnt die Erkrankung mit relativ hohem Fieber und Schüttelfrost (nicht selten werden Körpertemperaturen von über 40 C erreicht), mit Muskelschmerzen (Myalgien), die vor allem im Bereich des Brustkorbs lokalisiert sind (Thoraxschmerz[de.wikipedia.org]
Hämaturie
  • Im Blutbild besteht eine mäßige Leukozytose; außerdem kommen eine mäßige Proteinurie, Hämaturie, Hyponatriämie und Hypophosphatämie vor. Radiologisch finden sich diffuse fleckförmige oder homogene konfluierende Verschattungen ( Abb. 5.6).[eref.thieme.de]

Diagnostik

Die Diagnose basiert neben Anamnese und körperlicher Untersuchung auf Nachweis der Bakterien im Sputum, dem Vorhandensein von Legionella-Antigenen in den Urinproben als Ergebnis der Nierenfibrose und dem Nachweis von Legionella-Antikörperspiegel im Blut [7]. Der Urin-Antigentest ist ein Schnelltest, der Legionella pneumophila Serogruppe 1 feststellt, die 70% der Krankheitsfälle ausmachen.

Weitere Laborbefunde bei Patienten mit Legionellose umfassen folgende [8]:

  • Erhöhte Leberenzymwerte
  • Stark erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (ESR)
  • Stark erhöhtes Ferritin
  • Erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) (> 30 mg/l)
  • Hypophosphatämie (spezifisch für die Legionärskrankheit bei Ausschluss anderer Ursachen von Hypophosphatämie) [9]
  • Mikrohämaturie
  • Proteinurie (40%)
Legionella pneumophila
  • Die Legionellose wird hauptsächlich durch das Bakterium Legionella pneumophila verursacht.[symptoma.de]

Therapie

Der Einsatz von Antibiotika, meist Makrolide und Fluorchinolone, ist die aktuelle Behandlung der Wahl. Die Antibiotika, die am häufigsten verwendet werden, sind Levofloaxacin und Azithromycin [9]. Die Antibiotika sind sehr effektiv, da sie eine ausgezeichnete intrazelluläre Penetration aufweisen.

Prognose

Die Mehrheit der Menschen, die Kontakt mit Legionella pneumophila haben, etnwickeln das Pontiac-Fieber. Wenn Legionärskrankheit auftritt, kann kann der Zustand lebensbedrohlich sein [5]. Die Mortalität ist am höchsten bei Patienten, die an chronischen Erkrankungen leiden. Der Haupttodesursache ist progressives Lungenversagen. Jedoch ist die Sterblichkeitsrate abhängig von Begleiterkrankungen des Patienten, sowie der Wahl des Antibiotikums und der Zeit bis Beginn der Behandlung.

Ätiologie

Die Legionellose wird hauptsächlich durch das Bakterium Legionella pneumophila [2] verursacht. Es gibt zwei unterschiedliche Stadien der Erkrankung:

  • Das Pontiac-Fieber ist eine mildere Krankheit, die sich zwischen wenigen Stunden und zwei Tagen nach der ersten Infektion entwickelt und spontan heilt.
  • Die Legionärskrankheit ist durch Pneumonie gekennzeichnet. Diese Form der Krankheit tritt in der Regel in zwei bis 10 Tage nach der Erstinfektion auf, aber ihr Ausbruch kann mehr als zwei Wochen verzögert sein. Die Legionärskrankheit wurde erstmals im Jahre 1976 anlässlich einer Tagung der US-Kriegsveteranenvereinigung American Legion in Philadelphia, wo 181 Personen an einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung erkrankten, als eigenständige Erkrankung diagnostiziert.

Epidemiologie

Mehr als 4% aller ambulant erworbenen Pneumonien sind die Folge einer Legionelleninfektion [3]. Die Zahl der Menschen, die Pontiac-Fieber entwickeln, ist nicht bekannt, da die Mehrheit dieser Personen nur sehr milde Symptome entwickeln. Personen, die gefährdet sind, Legionärskrankheit nach Pontiac-Fieber entwickeln, sind diejenigen im Alter von über 50 Jahren, Personen mit chronischer Lungenerkrankung und immunsupprimierte Personen.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Die Legnionellose entsteht in der Regel durch Inhalation [4]. In einigen Fällen kann sie auch durch Mikroaspiration von kontaminiertem Wasser entstehen. In der Lunge wird der Erreger von Makrophagen in den Alveolen phagozytiert. Dies führt zur Freisetzung von virulenten Faktoren, die Fortpflanzung ermöglichen. Die Pathogenese des Pontiac-Fiebers ist nicht geklärt, aber es wird ebenso durch die Inhalation von Legionella pneumophila verursacht.

Prävention

Um Ausbrüche zu verhindern, müssen Pools, Spas und andere Wassersysteme akribisch gereinigt werden [10]. Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit, bei Exposition, Legionellose zu entwickeln.

Zusammenfassung

Die Legionellose wird durch ein Bakterium verursacht, das sich vor allem in Süßwasser bei Temperaturen zwischen etwa 30 °C und 45 °C vermehrt [1]. Durch unsachgemäße Warmwasserspeicher oder Rohrleitungen ist das Bakterium in der Lage, ganze Gebäude zu befallen.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Erkrankung, das mildere Pontiac-Fieber und die Legionärskrankheit. Menschen mit Legionärskrankheit entwickeln Fieber, Schüttelfrost und Husten. In dem fortgeschrittenen Stadium kann die Krankheit zu einer schweren Lungenentzündung und Atemstillstand führen. Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika, aber Prävention ist der nützlichste Ansatz.

Patientenhinweise

Die Legionellose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien, meist  Legionella pneumophila, hervorgerufen wird. Es können verschiedene Formen der Legionellose unterschieden werden. Die häufigsten sind die Legionärskrankheit, die durch eine Lungenentzündung gekennzeichnet ist und das meist mild verlaufende Pontiac-Fieber. Die Legionellose wird mit Antibiotika behandelt.

Quellen

Artikel

  1. Kozak-Muiznieks NA, Lucas CE, Brown E, Pondo T, Taylor TH Jr, Frace M, et al. Prevalence of sequence types among clinical and environmental isolates of Legionella pneumophila serogroup 1 in the United States from 1982 to 2012. J Clin Microbiol. Jan 2014;52(1):201-11. 
  2. Nguyen TM, Ilef D, Jarraud S, Rouil L, Campese C, Che D. A community-wide outbreak of legionnaires disease linked to industrial cooling towers--how far can contaminated aerosols spread?. J Infect Dis. Jan 1 2006;193(1):102-11. 
  3. Woo AH, Goetz A, Yu VL. Transmission of Legionella by respiratory equipment and aerosol generating devices. Chest. Nov 1992;102(5):1586-90.
  4. Brandsema PS, Euser SM, Karagiannis I, DEN Boer JW, VAN DER Hoek W. Summer increase of Legionnaires' disease 2010 in The Netherlands associated with weather conditions and implications for source finding. Epidemiol Infect. Jan 24 2014;1-12. 
  5. Halsby KD, Joseph CA, Lee JV, Wilkinson P. The relationship between meteorological variables and sporadic cases of Legionnaires' disease in residents of England and Wales. Epidemiol Infect. Jan 9 2014;1-8. 
  6. Fang GD, Fine M, Orloff J, et al. New and emerging etiologies for community-acquired pneumonia with implications for therapy. A prospective multicenter study of 359 cases. Medicine (Baltimore) 1990; 69:307.
  7. Stout JE, Yu VL. Legionellosis. N Engl J Med 1997; 337:682.
  8. Yu VL, Greenberg RN, Zadeikis N, et al. Levofloxacin efficacy in the treatment of community-acquired legionellosis. Chest 2004; 125:2135.
  9. Fraser DW, Tsai TR, Orenstein W, et al. Legionnaires' disease: description of an epidemic of pneumonia. N Engl J Med 1977; 297:1189.
  10. Kirby BD, Snyder KM, Meyer RD, Finegold SM. Legionnaires' disease: report of sixty-five nosocomially acquired cases of review of the literature. Medicine (Baltimore) 1980; 59:188.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:42