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Malignes Gliom

Ein malignes Gliom (MG) ist ein primärer Hirntumor, der in der Regel von Astrozyten ausgeht. Das MG zeichnet sich durch sein aggressives, hochgradig invasives Wachstum aus. Die Therapie besteht hauptsächlich in der chirurgischen Resektion von Tumorgewebe, aber Rezidive sind häufig. Eine Chance auf Heilung besteht kaum und die mittlere Überlebenszeit beträgt in etwa ein halbes Jahr.

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Symptome

MG können sich in allen Hirnregionen entwickeln [1]. Sie zeigen ein aggressives Wachstum und infiltrieren umliegendes Gewebe, was zu einer progressiven Zerstörung immer umfangreicherer Hirnareale führt. Je nach beeinträchtigter Hirnregion kommt es zu neurologischen Ausfallfallerscheinungen, die Motorik, Sensorik, autonome Funktionen, Kognition und Psyche betreffen können und das klinische Bild dominieren:

  • Motorische Defizite umfassen beispielsweise Dysphagie, Gehstörungen, Ataxie und Hemiparese. Bei einigen Patienten sind bestimmte Reflexe nicht oder nur reduziert auslösbar.
  • Taubheitsgefühl, Dysästhesien und Parästhesien wurden im Zusammenhang mit MG beschrieben [2].
  • Ein bedeutender Teil der Patienten leidet an Inkontinenz [1], aber auch andere autonome Funktionen können beeinträchtigt sein.
  • Sprachstörungen wie Aphasie sind häufig zu beobachten. Auch Sehstörungen treten auf [3].
  • Der geistige Zustand eines Patienten kann ebenso Grund zur Vorstellung sein, und in diesem Zusammenhang können Verhaltensauffälligkeiten und Disorientation als mögliche Symptome eines MG genannt werden [4].

Der Tumor verursacht unter Umständen auch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen (bis zu 10%), die teilweise durch eine Hirnwasserabflussstörung und einen sekundären Hydrozephalus erklärt werden können [4]. Etwa ein Fünftel der MG-Patienten erleidet Krampfanfälle [1] [5].

Die Erkrankung verläuft progressiv: Typischerweise nehmen die Symptome innerhalb weniger Wochen an Intensität zu und gleichzeitig erweitert sich das klinische Bild um bisher nicht beobachtete neurologische Symptome, bis der Tod des Patienten eintritt.

Hypertonie
  • Kindern: epileptische Anfälle Drucksteigerung im Kopf plötzliches explosionsartiges Erbrechen (bei Bewegungen des Kopfes) Kopfschmerzen Wesensveränderungen (Verlangsamung, Schläfrigkeit, Verwirrtheit) Stauungspapille (Vorwölbung des Sehnervs) Bradykardie, Hypertonie[medizin-kompakt.de]
  • Lähmungssyndrome G90-G99 Sonstige Krankheiten des Nervensystems Kapitel XV Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (O00-O99) Dieses Kapitel gliedert sich in folgende Gruppen: O00-O08 Schwangerschaft mit abortivem Ausgang O10-O16 Ödeme, Proteinurie und Hypertonie[dimdi.de]
Kopfschmerz
  • Die Symptomatologie wird vorwiegend von Kopfschmerzen, psychischen Veränderungen im Sinne eines organischen Psychosyndroms und Lähmungen beherrscht. Außerdem spielt die symptomatische Epilepsie eine wichtige Rolle.[books.google.de]
  • Der Tumor verursacht unter Umständen auch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen (bis zu 10%), die teilweise durch eine Hirnwasserabflussstörung und einen sekundären Hydrozephalus erklärt werden können.[symptoma.com]
  • Leitmerkmale: epileptische Anfälle, Kopfschmerzen, fokale neurologische Ausfälle, psychische Veränderungen Einteilung/Ursachen Malignes Gliom (Astrozytom): aus Gliazellen (Stützgewebe des Gehirns), schnell wachsend, überall vorkommend, häufig Rezidive[medizin-kompakt.de]
  • Kopfschmerzen, Anfälle, Wesensveränderungen, plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen (Fehldiagnose: Schlaganfall). Diagn.: Computer-, Kernspintomographie, Hirnszintigraphie, stereotaktische Biopsie.[gesundheit.de]
Krampfanfall
  • Etwa ein Fünftel der MG-Patienten erleidet Krampfanfälle.[symptoma.com]
  • Die Frau wurde durch beginnende Sprachstörungen und einen Krampfanfall auffällig. B: Der Tumor wurde in einer Wachoperation reseziert.[medizin.uni-greifswald.de]
  • Sprachstörungen und allgemeinen Hirndruckzeichen auch Krampfanfälle vorkommen. Die diagnostische Methode der Wahl bei Verdacht auf ein Gliom ist die Kernspintomographie mit und ohne Kontrastmittel.[journalonko.de]
Schlaganfall
  • Kopfschmerzen, Anfälle, Wesensveränderungen, plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen (Fehldiagnose: Schlaganfall). Diagn.: Computer-, Kernspintomographie, Hirnszintigraphie, stereotaktische Biopsie.[gesundheit.de]
  • Kennedy wurde mit offensichtlichen Schlaganfall-ähnliche Symptome, Samstagmorgen ins Krankenhaus, 17. Mai 2008. (AP Photo / Lisa Poole) weniger ** FILE ** Sen. Edward Kennedy, D-Mass.[pottys.xyz]
  • Da diese Beschwerden schlagartig eintreten können, kommt es nicht selten zur Fehldiagnose Schlaganfall. Im Glioblastom-Endstadium ist der Tumor meistens so groß, dass er erhöhten Hirndruck verursacht.[netdoktor.de]
Verwirrtheit
  • Lokalsymptome Lähmungen, Sprach-/Seh-/Hör- und Sensibilitätsstörungen bei Kindern: epileptische Anfälle Drucksteigerung im Kopf plötzliches explosionsartiges Erbrechen (bei Bewegungen des Kopfes) Kopfschmerzen Wesensveränderungen (Verlangsamung, Schläfrigkeit, Verwirrtheit[medizin-kompakt.de]
Morgendlicher Kopfschmerz
  • . … anhaltendes/wiederkehrendes Erbrechen (besonders morgens/nüchtern) anhaltende/wiederkehrende (morgendliche) Kopfschmerzen, Nackensteife Verhaltensänderungen (z.B. zunehmende Vigilanzminderung /Lethargie/Konzentrationsstörungen) Zunahme des Kopfumfangs[thieme.de]
Erbrechen
  • Der Tumor verursacht unter Umständen auch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen (bis zu 10%), die teilweise durch eine Hirnwasserabflussstörung und einen sekundären Hydrozephalus erklärt werden können.[symptoma.com]
  • Frontallappen-Tumor: Lähmungen, Verhaltensänderungen, motorische Aphasie Scheitellappen-Tumor: Sensibilitätsstörungen Schläfenlappen-Tumor: sensorische Aphasie (Sprachverständnis) Diagnose Anamnese: Frühsymptome (Kopfschmerz, Übelkeit, morgendliches Erbrechen[medizin-kompakt.de]
  • Erbrechen an den Tagen der Anwendung der Substanzen auftreten können, aber durch die modernen Begleitmedikamente meist verhindert werden.[romed-kliniken.de]
  • Übelkeit und Erbrechen - vor allem in den frühen Morgenstunden - können Folgen eines erhöhten Hirndrucks sein, der durch das Tumorwachstum entsteht.[netdoktor.at]
Rückenschmerz
  • Sie äußern sich zum Beispiel in Kopf- und/oder Rückenschmerzen, Schwindelgefühlen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen (bei einem Hirntumor typischerweise unabhängig von der Nahrungsaufnahme [Nüchternerbrechen] und oft morgens und im Liegen), Gewichtsverlust[kinderkrebsinfo.de]

Diagnostik

Bildgebende Diagnostik sowie pathohistologische, immunhistochemische und molekulare Untersuchungen von Gewebeproben ermöglichen die Lokalisation des Tumors, die Beurteilung seiner Malignität und die Erstellung einer Prognose [6].

Methode der Wahl bezüglich der Bildgebung ist die Magnetresonanztomographie, die sowohl in T1-gewichteten als auch in T2-gewichteten Aufnahmen den Hirntumor erkennen lässt. Gewöhnlich stellt sich dieser als hypointense Zone (T1-Gewichtung) oder hyperintense Region (T2-Gewichtung) dar und schließt nekrotische Foki und Hämorrhagien ein [7]. Nach Gabe von Gadolinium kommt es oft zu einer Signalverstärkung im Bereich des Tumorrandes, wobei dieser Befund kein Ausschlusskriterium für einen malignen Hirntumor ist [8]. Im benachbarten, noch nicht infiltrierten Gewebe finden sich in der Regel Hinweise auf ein Hirnödem [8]. Wie oben erwähnt, kann das MG zum Hydrozephalus führen, der ebenfalls bildlich dargestellt werden kann, wenngleich die Computertomographie hier die sensitivere Technik ist.

Gewebeproben können mittels Feinnadelaspiration, Biopsie oder chirurgischer Resektion gewonnen werden. Für eine zuverlässige histologische Charakterisierung des Tumors ist es notwendig, eine repräsentative Probe zu untersuchen, weshalb auf die Feinnadelaspiration nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden sollte. Basis der Tumorklassifizierung ist das von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschlagene Schema, das auf der Präsenz oder Abwesenheit von Mutationen in den Genen basiert, die für die Enzyme Isozitratdehydrogenase 1 und 2 und Histon H3 codieren [9].

MG metastasieren selten. Eine Ausnahme von dieser Regel macht das Gliosarkom, und bei Betroffenen sollten daher Lunge, Leber, Milz und Lymphknoten auf die Präsenz von Metastasen untersucht werden [10] [11]. Röntgen, Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie können hier Anwendung finden.

Therapie

  • Diese lokale Therapie ist ohne systemische Nebenwirkungen. Die Erfahrungen zeigen, dass es zu einer spürbaren Lebensverlängerung in guter Lebensqualität kommt. Das könnte Sie auch interessieren Jetzt registrieren![management-krankenhaus.de]
  • Therapie Die Therapie besteht aus einer Operation, gefolgt von einer Strahlentherapie oder Chemotherapie. Bei oligodendroglialen Tumoren kommt auch primär eine Chemotherapie mit PCV in Frage.[krebsgesellschaft.de]
  • Bei älteren Menschen mit malignen Astrozytomen ist die Strahlentherapie der alleinigen supportiven Therapie überlegen.[journalonko.de]
  • Die derzeitige Therapie bei Hirntumoren nimmt jegliche Lebensqualität und wird teilweise durchgeführt, obwohl der Tumor nicht darauf reagiert. Diese Therapie schenkt keine Lebenszeit, sie verlängert lediglich das Leiden![spiegel.de]

Prognose

Epidemiologie

  • Epidemiologie Allgemeine Symptome von Hirntumoren Allgemeine radiologische Zeichen eines malignen Hirntumors Klassifikation und WHO-Einteilung von Hirntumoren Differentialdiagnose Hirntumor Kodierung nach ICD-10-GM Version 2019[amboss.miamed.de]
  • Bearbeiten Englisch : glioma 1 Definition Gliome sind von Zellen des Gliagewebes abstammende Hirntumore. 2 Epidemiologie Gliome machen ca. 30-50 % aller Gehirntumoren aus.[flexikon.doccheck.com]
  • Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, der Koordination und dem Laufen Lähmungen und/oder Sensibilitätsstörungen unnatürliche Augenbewegungen, unscharfes Sehen oder Doppelbilder verzögerte oder pausierte Pubertätsentwicklung, geringes Körperwachstum Epidemiologie[thieme.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Collins A, Sundararajan V, Brand CA, et al. Clinical presentation and patterns of care for short-term survivors of malignant glioma. J Neurooncol. 2014; 119(2):333-341.
  2. Chotai SP, Moon HJ, Kim JH, Kim JH, Kwon TH. Primary glioblastoma multiforme of medulla oblongata: Case report and review of literature. Asian J Neurosurg. 2012; 7(1):36-38.
  3. Chacko JG, Lam BL, Adusumilli J, Dubovy SR. Multicentric malignant glioma of adulthood masquerading as optic neuritis. Br J Ophthalmol. 2010; 94(6):782-783, 812.
  4. Ritz R, Feigl GC, Schuhmann MU, et al. Use of 5-ALA fluorescence guided endoscopic biopsy of a deep-seated primary malignant brain tumor. J Neurosurg. 2011; 114(5):1410-1413.
  5. Buckingham SC, Campbell SL, Haas BR, et al. Glutamate release by primary brain tumors induces epileptic activity. Nat Med. 2011; 17(10):1269-1274.
  6. Stupp R, Tonn JC, Brada M, Pentheroudakis G. High-grade malignant glioma: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2010; 21 Suppl 5:v190-193.
  7. Hentschel S, Toyota B. Intracranial malignant glioma presenting as subarachnoid hemorrhage. Can J Neurol Sci. 2003; 30(1):63-66.
  8. Baehring JM, Bi WL, Bannykh S, Piepmeier JM, Fulbright RK. Diffusion MRI in the early diagnosis of malignant glioma. J Neurooncol. 2007; 82(2):221-225.
  9. Louis DN, Perry A, Reifenberger G, et al. The 2016 World Health Organization Classification of Tumors of the Central Nervous System: a summary. Acta Neuropathol. 2016; 131(6):803-820.
  10. Castel D, Philippe C, Calmon R, et al. Histone H3F3A and HIST1H3B K27M mutations define two subgroups of diffuse intrinsic pontine gliomas with different prognosis and phenotypes. Acta Neuropathol. 2015; 130(6):815-827.
  11. Beaumont TL, Kupsky WJ, Barger GR, Sloan AE. Gliosarcoma with multiple extracranial metastases: case report and review of the literature. J Neurooncol. 2007; 83(1):39-46.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:47