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Pankreaszyste

Zyste der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Eine Pankreaszyste (PZ) ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum in der Bauchspeicheldrüse. In den meisten Fällen kann ihre Ätiologie nicht geklärt werden, aber eine PZ kann auch im Zusammenhang mit Neoplasien entstehen. Werden kleine Zysten entdeckt, die keinerlei Beschwerden hervorrufen, wird meistens eine abwartende Haltung eingenommen. PZ, die allein aufgrund ihrer Größe Probleme bereiten, können endoskopisch drainiert werden. Die Prognose ist ausgezeichnet, wenn es die Zyste keinen malignen Tumor anzeigt.


Symptome

Die meisten Patienten, bei denen eine PZ entdeckt wird, zeigen keinerlei Symptome, die mit dieser Raumforderung assoziiert wären. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Zufallsbefund, der während einer Computer- oder Magnetresonanztomographie des Bauchraums erhoben wird, wobei die bildgebenden Verfahren aus anderen Gründen veranlasst wurden [1].

Wenn die PZ Beschwerden hervorruft, dann sind diese oft auf lokale Masseneffekte zurückzuführen. Größere Zysten, die im Pankreaskopf gelegen sind, können den Ductus choledochus oder die Papilla duodeni major komprimieren, sodass die Gallenflüssigkeit nicht mehr in den Darm geleitet werden kann. Es kommt dann zur Cholestase und zum posthepatischen Ikterus [2]. Wird das Duodenum selbst so stark eingeengt, dass die Passage des Nahrungsbreis beeinträchtigt wird, dann verlieren die Patienten den Appetit, leiden unter Übelkeit, Erbrechen und Blähungen. Sie beschreiben eine vorzeitige Sättigung und ein Völlegefühl, das nach dem Essen ungewöhnlich lange anhält. Falls diese Kondition über längere Zeit besteht, können sie Gewicht verlieren.

Abdominale Schmerzen, die zum Rücken ausstrahlen, können ebenfalls von der Bauchspeicheldrüse kommen. Heftige, anhaltende Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen, sind aber eher typisch für eine Pankreatitis. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann zur Entstehung von Zysten führen, sodass beide Konditionen gleichzeitig vorliegen können [3].

Verzögerte Magenentleerung
  • Bauchschmerzen unklarer Genese, eine verzögerte Magenentleerung oder ein posthepatischer Ikterus indizieren eine eingehende Untersuchung des Bauchraumes: Die Magnetresonanztomographie, insbesondere die Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie, und die[symptoma.de]

Diagnostik

Bauchschmerzen unklarer Genese, eine verzögerte Magenentleerung oder ein posthepatischer Ikterus indizieren eine eingehende Untersuchung des Bauchraumes:

  • Die Magnetresonanztomographie, insbesondere die Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie, und die einfache oder kontrastverstärkte Computertomographie eignen sich besonders zur Darstellung der Bauchspeicheldrüse und Gallenwege. Die kontrastverstärkte Computertomographie ist die Methode der Wahl bei Verdacht auf eine PZ. Mit Hilfe der bildgebenden Diagnostik sollte nicht nur eine Beurteilung des Pankreas erfolgen, sondern auch der umgebenden Weichgewebe und Blutgefäße, um präoperativ potenzielle Risiken identifizieren zu können.
  • Die transabdominale Sonographie oder endoskopische Ultraschalluntersuchung mögen Alternativen darstellen, haben aber eine geringere Sensitivität bezüglich der Detektion von PZ.
  • Die zuvor genannten Methoden zeichnen sich durch ihre geringe Invasivität aus, was aber auch bedeutet, dass sie weder die Entnahme von Gewebeproben noch eine therapeutische Intervention erlauben. Mit der minimal invasiven, endoskopischen retrograden Cholangiopankreatikographie steht dem Internisten ein Verfahren zur Verfügung, das die bildliche Darstellung des Pankreas und die Durchführung einer Biopsie oder eines kleineren chirurgischen Eingriffs erlaubt. Diese Methode erfordert jedoch eine Allgemeinanästhesie, was je nach Zustand des Patienten ein Nachteil sein kann.

Die histologische Analyse der Gewebeprobe dient hauptsächlich der Unterscheidung von nicht-neoplastischen Prozessen, benignen und malignen Tumoren [4], liefert aber möglicherweise auch wichtige Informationen zur Pathogenese der Zyste. Die Entscheidung für ein diagnostisches Herangehen und ein therapeutisches Regime hängt letztendlich vom Patienten, von der Grunderkrankung und Komorbiditäten, von der Größe und Lokalisation der Zyste sowie vom Ergebnis der pathohistologischen Untersuchung der Gewebeprobe ab [1] [5].

Pneumoperitoneum
  • Die Röntgenuntersuchung des Gastrointestinaltraktes mit Überlagerung des Pneumoperitoneums gibt das Verhältnis der Zyste zu den Nachbarorganen an und schließt andere ähnliche Erkrankungen aus.[de.handbookmedical.com]

Therapie

  • Allgemeinmaßnahmen: Beobachtung der Pseudozysten Operative Therapie: Zystenpunktion, Entfernung der Zysten Prognose Kleine Zysten können sich spontan resorbieren.[medizin-kompakt.de]
  • Therapie bei Pankreaszysten Die Therapie richtet sich primär nach der Einordnung der zystischen Tumore. Wenn ein Wachstumsprozess gegeben ist, werden die Zysten chirurgisch entfernt.[pankreas-wien.at]
  • Therapie Beim Auftreten von Symptomen sollten Pankreaszysten behandelt werden. Das Prinzip der Behandlung ist eine Drainage der Zystenflüssigkeit in den Magen-Darm-Trakt oder nach außerhalb des Körpers.[mic-pankreas.de]

Prognose

  • In den meisten Fällen ist die Prognose gut. Das Vorliegen einer anderen Grunderkrankung kann allerdings entscheidenden Einfluss auf die individuelle Prognose eines Patienten haben.[deximed.de]
  • Differentialdiagnose Pankreastumor, Pankreaspseudozysten Komplikationen Blutungen, Abszesse, Verengung (Obstruktion) des Pankreas-/Gallengangs Therapie Allgemeinmaßnahmen: Beobachtung der Pseudozysten Operative Therapie: Zystenpunktion, Entfernung der Zysten Prognose[medizin-kompakt.de]
  • Die Prognose ist ausgezeichnet, wenn es die Zyste keinen malignen Tumor anzeigt. Die meisten Patienten, bei denen eine PZ entdeckt wird, zeigen keinerlei Symptome, die mit dieser Raumforderung assoziiert wären.[symptoma.de]

Epidemiologie

  • Epidemiologie Ätiologie Klassifikation Symptome/Klinik Stadien Diagnostik Pathologie Differentialdiagnosen Therapie Komplikationen Nachsorge Prognose Klinischer Fall Patienteninformationen Kodierung nach ICD-10-GM Version 2019[amboss.miamed.de]
  • Vorher spricht man besser von einer "akuten Flüssigkeitsansammlung" im Pankreas. 3 Epidemiologie Postentzündliche Pankreaspseudozysten sind mit 75-80% die häufigsten zystischen Veränderungen des Pankreas.[flexikon.doccheck.com]
  • Die überwachung, Epidemiologie und End Results-Datenbank sterben alle Bauchspeicheldrüsen-Operationen in the United States widerspiegelt, berichtet über Eine 6,6% postoperative Mortalität.[invitant.info]
  • Franziska Zogg-Harnischberg Mehr Knotige Veränderungen der Schilddrüse Knotige Veränderungen der Schilddrüse Georg Zettinig Struma nodosa Vergrösserte und/oder knotig umgeformte Schilddrüse Epidemiologie Prävalenz Schilddrüsenknoten: 20-50% Inzidenz Schilddrüsenkarzinom[docplayer.org]
  • Epidemiologie Geschlecht: Häufigkeitsgipfel zwischen dem 60. und 80.[amboss.com]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

  • ICD10 -Code: K86.3 2 Pathophysiologie Pankreaspseudozysten entwickeln sich im Verlauf einer akuten Pankreatitis aus Nekrosezonen oder im Rahmen des Schubs einer chronischen Pankreatitis durch Verklebung des Gangsystems.[flexikon.doccheck.com]

Quellen

Artikel

  1. Buerke B, Schülke C. [Cystic lesions of the pancreas]. Radiologe. 2015; 55(2):145-156; quiz 157.
  2. Buerke B, Heindel W, Wessling J. [Differential diagnosis and radiological management of cystic pancreatic lesions]. Rofo. 2010; 182(10):852-860.
  3. Matsubayashi H, Matsui T, Ono H. Pancreatic Duct Drainage for the Treatment of a Huge Pancreatic Cyst Associated With Autoimmune Pancreatitis. Clin Gastroenterol Hepatol. 2015; 13(10):e151-152.
  4. Esposito I, Schlitter AM, Sipos B, Kloppel G. [Classification and malignant potential of pancreatic cystic tumors]. Pathologe. 2015; 36(1):99-112; quiz 113-114.
  5. Allen PJ, D'Angelica M, Gonen M, et al. A selective approach to the resection of cystic lesions of the pancreas: results from 539 consecutive patients. Ann Surg. 2006; 244(4):572-582.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-06-28 09:05