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Schädelfraktur
Schädelbruch
Eine Unterbrechung der physischen Integrität jener knöchernen Strukturen, die das Gehirn umgeben, wird als Schädelfraktur (SF) bezeichnet. Bettruhe, eine erhöhte Lagerung des Kopfes, Pharmatherapie und möglicherweise ein operativer Eingriff kommen zur Behandlung von SF infrage. In vielen Fällen genügt eine konservative Therapie.

Bilder

WIKIDATA, Public Domain
WIKIDATA, CC BY 2.0
WIKIDATA, CC BY-SA 3.0
WIKIDATA, CC BY-SA 3.0
WIKIDATA, PD-US

Symptome

Das klinische Bild gestaltet sich in Abhängigkeit von der Art der SF und dem Umfang der begleitenden Weichgewebsläsionen sehr heterogen.

  • Die Mehrzahl der SF entspricht linearen Frakturen, die nicht mit einer wesentlichen Verlagerung der Frakturenden einhergehen und benachbartes Gewebe nur selten schädigen. Die Betroffenen sind sich ihrer Umwelt vollkommen bewusst und zeigen keinerlei neurologische Defizite. In den meisten Fällen sind jedoch äußere Verletzungen zu erkennen, die sich die Patienten im Rahmen des Traumas zugezogen haben, bei dem auch die SF entstanden ist. Solche Verletzungen sind vor allem Schürfwunden und Schwellungen.
  • Impressionsfrakturen des Schädels sind in der Regel schwerwiegender. Mehr als die Hälfte der Betroffenen verliert zumindest vorübergehend das Bewusstsein; viele kommen innerhalb einer Stunde wieder zu sich. Neurologische Ausfallerscheinungen, wie sie für lineare SF eben nicht typisch sind, treten hier häufig auf. Läsionen des Gehirns können auch zu Krampfanfällen führen.
  • Bewusstseinstrübungen sind auch bei basilären SF häufig. Typischerweise kommt es zudem zum Austritt von Liquor über die Ohren oder die Nase, was mit problemlos erkennbaren Verletzungen des Os temporale oder zygomaticus einhergeht. Manche Patienten erleiden einen Hörverlust, der entweder aus Einblutungen ins Mittelohr oder direkt aus einer Läsion des Nervus vestibulocochlearis bzw. seiner Äste resultiert. Besonders bei Verletzungen des Hirnnerven ist die Reduktion des Hörvermögens permanent. Im gleichen Kontext kann auch der Gleichgewichtssinn gestört sein, sodass der Betroffene eine Ataxie zeigt. Darüber hinaus treten oft Lähmungen weiterer Hirnnerven mit entsprechenden klinischen Symptomen auf, z.B. eine Läsion des Nervus trigeminus, eine Abduzensparese oder Fazialisparese, was zum Nystagmus sowie sensorischen und motorischen Ausfällen im Bereich des Gesichts führt.
  • Frakturen des Os occipitale gehen zuweilen mit einer Glossopharyngeuslähmung, einer Verletzung des Nervus vagus, Läsion des Nervus accessorius oder Hypoglossusparese einher, aber auch folgenschwere Verletzungen des Rückenmarks und der ossären Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule sind keine Seltenheit [1]. Es kann zu Störungen des vegetativen Nervensystems kommen, zur Hemiplegie oder Tetraplegie.

Diagnostik

Anamnestische Angaben, wenn sie einzuholen sind, oder das klinische Bild können zum Verdacht auf eine SF führen. Deutliche Anzeichen sind zum Beispiel Otorrhoe und Rhinorhoe mit Austritt von Zerebrospinalflüssigkeit. Wesentlich schwieriger gestaltet sich die Diagnosestellung beim Patienten ohne Bewusstseinstrübung und mit gutem Allgemeinbefinden. Hier vermutet der Patient in der Regel nicht, dass er eine SF erlitten haben könnte, und mag im Angesicht aufwendiger diagnostischer Verfahren überrascht sein. Diesbezüglich empfiehlt sich vor allem die Bildgebung, obwohl auch Blutanalysen realisiert werden sollten, um den Allgemeinzustand des Patienten besser beurteilen zu können.

Die Computertomographie ist die Methode der Wahl zur Darstellung des knöchernen Schädels [2] [3]. Diese Technik hat bezüglich der Detektion von SF eine höhere Sensitivität als das Röntgen [4] [5] [6]. Tatsächlich schreibt man der Computertomographie zur Diagnose von SF eine Sensitivität von 85% und eine Spezifität von 100% zu [4]. Die Magnetresonanztomographie eignet sich dagegen eher, um Weichteilläsionen zu erkennen. Sie ergänzt damit die Computertomographie bei der Aufarbeitung von SF, die möglicherweise mit Hirnläsionen einhergehen.

Therapie

Die Behandlung einer Schädelfraktur hängt von der Art und Schwere der Verletzung ab. Bei einfachen, nicht verschobenen Frakturen kann eine konservative Behandlung mit Schmerzmitteln und Ruhe ausreichen. Bei komplizierten Frakturen, insbesondere wenn das Gehirn betroffen ist, kann eine chirurgische Intervention notwendig sein, um Knochenfragmente zu repositionieren oder Blutungen zu stoppen.

Prognose

Die Prognose bei Schädelfrakturen variiert stark und hängt von Faktoren wie der Schwere der Fraktur, dem Vorhandensein von Hirnverletzungen und der Schnelligkeit der Behandlung ab. Viele Patienten erholen sich vollständig, insbesondere bei rechtzeitiger und angemessener Behandlung. Komplexere Fälle können jedoch langfristige Komplikationen wie neurologische Defizite oder chronische Kopfschmerzen mit sich bringen.

Ätiologie

Schädelfrakturen entstehen meist durch traumatische Einwirkungen. Häufige Ursachen sind Verkehrsunfälle, Stürze, Sportverletzungen und körperliche Gewalt. Die Art des Traumas bestimmt oft die Art der Fraktur.

Epidemiologie

Schädelfrakturen sind relativ häufig und betreffen Menschen jeden Alters, wobei junge Erwachsene und ältere Menschen aufgrund von Verkehrsunfällen und Stürzen besonders gefährdet sind. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, was auf ein höheres Risiko für Unfälle und Gewalt zurückzuführen ist.

Pathophysiologie

Bei einer Schädelfraktur wird die Integrität des Schädelknochens durchbrochen. Dies kann zu einer direkten Schädigung des darunterliegenden Gehirngewebes führen oder indirekt durch Blutungen und Schwellungen Druck auf das Gehirn ausüben. Die Art der Fraktur beeinflusst, wie das Gehirn betroffen sein kann.

Prävention

Zur Prävention von Schädelfrakturen ist es wichtig, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, wie das Tragen von Helmen beim Radfahren oder Motorradfahren, die Verwendung von Sicherheitsgurten im Auto und die Sicherstellung einer sicheren Umgebung, um Stürze zu vermeiden. Auch das Bewusstsein für die Risiken von Gewalt und die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen im Sport können helfen, das Risiko zu verringern.

Zusammenfassung

Eine Schädelfraktur ist eine ernsthafte Verletzung, die eine sofortige medizinische Bewertung erfordert. Die Symptome können variieren, und die Behandlung hängt von der Art und Schwere der Fraktur ab. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung ist die Prognose oft gut, obwohl in schweren Fällen langfristige Komplikationen auftreten können.

Patientenhinweise

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Nähe einen schweren Schlag auf den Kopf erlitten hat, ist es wichtig, auf Symptome wie Bewusstseinsverlust, starke Kopfschmerzen oder Flüssigkeitsaustritt aus Nase oder Ohren zu achten. Diese Anzeichen können auf eine Schädelfraktur hinweisen, und es sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Denken Sie daran, dass Prävention der beste Schutz ist: Tragen Sie Helme und Sicherheitsgurte und achten Sie auf eine sichere Umgebung, um Unfälle zu vermeiden.

Quellen

  1. Legros B, Fournier P, Chiaroni P, Ritz O, Fusciardi J. Basal fracture of the skull and lower (IX, X, XI, XII) cranial nerves palsy: four case reports including two fractures of the occipital condyle--a literature review. J Trauma. 2000; 48(2):342-348.
  2. Burkhard K, Lange LM, Plenzig S, Verhoff MA, Kolzer SC. [Skull fracture or accessory suture in a child?]. Arch Kriminol. 2016; 237(5-6):172-181.
  3. Weber C, Grzyska U, Lehner E, Adam G. [Clinical relevance of cranial CT under emergency conditions--basic neuroradiologic investigations]. Rofo. 2003; 175(5):654-662.
  4. Chawla H, Malhotra R, Yadav RK, Griwan MS, Paliwal PK, Aggarwal AD. Diagnostic Utility of Conventional Radiography in Head Injury. J Clin Diagn Res. 2015; 9(6):TC13-15.
  5. Idriz S, Patel JH, Ameli Renani S, Allan R, Vlahos I. CT of Normal Developmental and Variant Anatomy of the Pediatric Skull: Distinguishing Trauma from Normality. Radiographics. 2015; 35(5):1585-1601.
  6. Orman G, Wagner MW, Seeburg D, et al. Pediatric skull fracture diagnosis: should 3D CT reconstructions be added as routine imaging? J Neurosurg Pediatr. 2015; 16(4):426-431.
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