Die Transurethrale Prostataresektion (TURP) ist kein Krankheitsbild, sondern ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung von Prostatavergrößerungen, insbesondere bei benigner Prostatahyperplasie (BPH). Bei der TURP wird überschüssiges Prostatagewebe entfernt, um den Harnfluss zu verbessern.
Symptome
Da die TURP ein Eingriff ist und keine Krankheit, beziehen sich die Symptome auf die zugrunde liegende Erkrankung, die behandelt wird. Bei BPH können folgende Symptome auftreten:
- Häufiger Harndrang, besonders nachts (Nykturie)
- Schwacher Harnstrahl
- Schwierigkeiten beim Starten und Stoppen des Wasserlassens
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Dranginkontinenz
Diagnostik
Die Diagnose einer Prostatavergrößerung erfolgt durch:
- Anamnese und körperliche Untersuchung
- Digital-rektale Untersuchung (DRE)
- Urinuntersuchungen
- Bluttests, einschließlich PSA (Prostataspezifisches Antigen)
- Ultraschall der Prostata
- Uroflowmetrie zur Messung des Harnflusses
Therapie
Die TURP ist eine der häufigsten Behandlungen für BPH. Der Eingriff erfolgt endoskopisch durch die Harnröhre, wobei überschüssiges Prostatagewebe entfernt wird. Alternativen zur TURP sind medikamentöse Therapien, minimalinvasive Verfahren oder offene Operationen, abhängig vom Schweregrad der Symptome und der Prostatagröße.
Prognose
Die Prognose nach einer TURP ist in der Regel gut. Die meisten Patienten erfahren eine signifikante Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität. Komplikationen sind selten, können aber Blutungen, Infektionen oder vorübergehende Inkontinenz umfassen.
Ätiologie
Die TURP wird hauptsächlich bei benigner Prostatahyperplasie durchgeführt, einer nicht-krebsartigen Vergrößerung der Prostata, die häufig bei älteren Männern auftritt. Die genaue Ursache der BPH ist unbekannt, aber hormonelle Veränderungen im Alter spielen eine Rolle.
Epidemiologie
BPH ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Männern über 50 Jahren. Die Prävalenz steigt mit dem Alter, und etwa 50% der Männer über 60 und bis zu 90% der Männer über 85 sind betroffen.
Pathophysiologie
Bei BPH kommt es zu einer Vermehrung der Prostatazellen, was zu einer Vergrößerung der Drüse führt. Diese Vergrößerung kann die Harnröhre einengen und den Harnfluss behindern, was die typischen Symptome verursacht.
Prävention
Es gibt keine spezifische Prävention für BPH, aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko verringern. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und das Vermeiden von übermäßigem Alkohol- und Koffeinkonsum.
Zusammenfassung
Die Transurethrale Prostataresektion (TURP) ist ein bewährter chirurgischer Eingriff zur Behandlung der Symptome einer benigne Prostatahyperplasie. Sie bietet eine effektive Linderung der Symptome und verbessert die Lebensqualität der Patienten erheblich.
Patientenhinweise
Patienten, die sich einer TURP unterziehen, sollten sich über den Eingriff und die möglichen Risiken im Klaren sein. Eine gründliche Voruntersuchung und Beratung durch den behandelnden Arzt sind entscheidend, um die beste Behandlungsoption zu wählen. Nach der Operation ist eine Nachsorge wichtig, um den Heilungsprozess zu überwachen und Komplikationen zu vermeiden.