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Zervixinsuffizienz

Die Cervix uteri verbindet den Corpus uteri mit der Vagina und verschließt ersteren gegen letzteren, was eine Voraussetzung für den normalen Ablauf einer Schwangerschaft ist. Bei einer Zervixinsuffizienz (ZI) wird diese Funktion jedoch nur unzureichend erfüllt, sodass es zur Frühgeburt im zweiten Trimester oder gar zum Abort kommt. Für die ZI wird eine multifaktorielle Ätiologie angenommen, in der kongenitale Faktoren, gynäkologische Maßnahmen, Infektionen und Entzündungen eine Rolle spielen können. Die Diagnose der ZI erfolgt im transvaginalen Ultraschall.


Symptome

Unter physiologischen Bedingungen verschließt die Cervix uteri den Corpus uteri gegen die Vagina und hält das Ungeborene dort, wo es sich bis zur 40. Schwangerschaftswoche (SSW) entwickeln und wachsen kann. Erst während der Geburt soll es zur Dilatation des Gebärmutterhalses kommen, damit das Kind den Geburtsweg passieren kann. Bei bestehender ZI geschieht dies jedoch schon früher: Per definitionem handelt es sich bei der ZI um eine schmerzlose Weitung der Cervix uteri, sodass diese sich bereits vor der 24. SSW auf <25 mm verkürzt, was im transvaginalen Ultraschall festzustellen ist [1]. Hinweisend auf eine ZI ist zudem eine zu schnelle Reduktion der Zervixlänge, die im Normalfall zwischen der 14. und 28. SSW weitgehend unverändert bleibt. Auch wenn vor der 24. SSW in einer vaginalen Untersuchung eine Zervixdilatation von >1 cm erkannt wird und möglicherweise gar Eihäute in den Zervikalkanal oder die Vagina hervorragen, besteht ein starker Verdacht auf eine ZI [2]. Klinisch sind die betroffenen Frauen oft vollkommen asymptomatisch, bevor es zur Früh- oder Fehlgeburt kommt. Nur selten wird im Vorfeld über menstruationsartige Krämpfe im Unterleib, Rückenschmerzen und vermehrten Vaginalausfluss berichtet. Derartige Symptome treten jedoch in vielen Schwangerschaften auf und alarmieren kaum über eine bevorstehende Komplikation. Angesichts des Mangels an deutlichen klinischen Hinweisen auf eine ZI sollten derartige Beschwerden jedoch zu einer sonographischen Untersuchung veranlassen, insbesondere bei Frauen, die in früheren Schwangerschaften Komplikationen erlebt haben.

Ärger
  • Nach 13 Wochen ist beides arg angeschlagen. Drücke euch die Daumen, dass ihr bald eure SS wieder normal genießen könnt! lg Melanie[eltern.de]
  • Ist sicherlich kein so guter Plan, wenn es schon so arg ist bei dir. Auf der anderen Seite, wen die Krankenhausidylle ( ) so ein Stress für dich ist, ist es zuhause vielleicht entspannter- das kannst nur du entscheiden.[schwanger-online.de]
Kann sich nicht ausdrücken
  • Möglicherweise ist die Zervixinsuffizienz Ausdruck einer genetisch bedingten Anlagestörung der Zervix. Denn bei einigen Schwangeren kommt es immer wieder zu diesem Ereignis und damit zu wiederholten Frühgeburten.[gynopedia.com]
  • Gefahr Muttermundschwäche ( ) Der Ausdruck 'Muttermundschwäche' oder bezeichnet eine Schwäche des Gebärmutterhalses. Dies ist der untere längliche Teil der Gebärmutter.[de.mimi.hu]
Psychische Belastung
  • Verwachsungen, Tumor en oder eine Schwäche des Gebärmutterhalses ( ) Mechanische Traumen wie Stürze Starke psychische Belastungen Infektionen der Mutter Hormone lle (endokrine) Störungen, wie ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder eine Schilddrüse[de.mimi.hu]
Intrakranielle Blutung
  • Zusätzlich besteht für das Kind die Gefahr, dass der kindliche Kopf viel zu rasch durch das mütterliche Becken tritt und eine fetalen Hypoxie oder intrakranielle Blutung eintreten kann.[schwangerschaftratgeber.de]
  • Da der kindliche Kopf viel zu rasch durch das mütterliche Becken durchtritt, besteht die Gefahr einer fetalen Hypoxie und intrakraniellen Blutungen des Kindes auftreten. Die kindliche Prognose wird in der Regel nicht verschlechtert.[flexikon.doccheck.com]
Schreien
  • Dank der langen vorzeitigen Wehen war mein Gewebe schon so butterweich, dass die Geburt vom Blasensprung über das Einsetzen der Wehen bis zum ersten Schrei meiner Maus nur 1 Stunde 9 Minuten gedauert hat Versuch dich zu schonen wo es nur geht!!![archiv.rabeneltern.biz]
Nekrose
  • Weitere Komplikationen sind Blutungen aus dem während der Schwangerschaft maximal durchbluteten Zervixgewebe, Nekrosen bei zu starker Einschnürung, Infektion, Amnioninfektionssyndrom.[eref.thieme.de]
Blase
Blutung während der Schwangerschaft
  • Ich hatte damals fast von Beginn an Blutungen in der Schwangerschaft , war die ganze Zeit über krankgeschrieben. Bekam ab der 14SSW vermehrt kontraktionen die zuerst mit einer hohen Dosis Magnesium in den Griff gekriegt wurden.[onmeda.de]

Diagnostik

  • Wie im vorigen Abschnitt beschrieben, ist eines der diagnostischen Kriterien eine Dilatation und Verkürzung der Cervix uteri auf <25 mm vor Abschluss der 24. SSW. Die Zervixlänge wird traditionell in der transvaginalen Sonographie bestimmt und auch ein transperinealer Ultraschall ist möglich; eine abdominale Sonographie liefert dagegen keine zuverlässigen Resultate [3].
  • Weiterhin fordert die Diagnose ZI auch mindestens eine Frühgeburt oder einen Abort, der zwischen der 14. und 36. SSW einer früheren Schwangerschaft stattgefunden hat [1] [2].

Daraus leitet sich ab, dass das Vorliegen einer ZI nur dann bestätigt werden kann, wenn anamnestische und klinische Daten auf eine anderweitig nicht erklärbare Unfähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen, schließen lassen. Eine umfassende gynäkologische und geburtshilfliche Anamnese bildet daher die Basis der Diagnose einer ZI.

In der transvaginalen Sonographie sind mitunter weitere Alterationen zu erkennen, beispielsweise eine chorioamniotische Separation oder trübe Ablagerungen im Fruchtwasser [4]. Diese mögen die Gefahr von Komplikationen weiter erhöhen, sind jedoch weder Voraussetzung für noch direkte Folge einer ZI. Gleiches gilt für labordiagnostische Parameter: Zwar sind verschiedene Szenarien bekannt, die mit einem erhöhten Risiko einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft einhergehen [5] [6], aber eine ZI lässt sich aus Blut- und Urinanalysen nicht ableiten. Insbesondere kann eine ZI nicht festgestellt werden, wenn keine Schwangerschaft besteht.

Therapie

  • Die Therapie besteht wie bei der Zervixverkürzung nach Wehentätigkeit oder nach Infektionen in körperlicher und situativer Entlastung, ggf. systemischer bzw. lokaler antibiotischer Therapie, Einnahme von Magnesium und einer RDS-Prophylaxe (Lungenreife-Therapie[gynopedia.com]
  • Die Therapie der Zervixinsuffizienz besteht aus strenger Bettruhe und dem Verzicht auf Sport und Geschlechtsverkehr. Falls nötig werden wehenhemmende Medikamente gegeben um eine vorzeitige Geburt zu verhindern.[hebammesiegen.de]
  • Laut neuester Studienlage (2005) erscheint die Cerclage der Zervix keine geeignete Therapie zur Verhinderung der Frühgeburt zu sein. Sie ist daher nur in Ausnahmefällen indiziert.[flexikon.doccheck.com]

Prognose

  • Zervixinsuffizienz - Prognose Zervixinsuffizienz Ursachen Symptom e Diagnose Therapie Prognose Hinweise für Patienten Wird die Zervixinsuffizienz frühzeitig erkannt, kann eine Fehlgeburt verhindert werden ...[de.mimi.hu]
  • Die kindliche Prognose wird in der Regel nicht verschlechtert.[flexikon.doccheck.com]
  • Die Entzündung des Fruchtwassers ist demnach ein Indikator für eine drohende Frühgeburt und eine schlechte Prognose für das Kind. Ob Keime nachgewiesen werden, ist dafür nicht entscheidend.[gyn-depesche.de]

Pathophysiologie

  • Lernziele Folgende Aspekte werden dargestellt: Pathophysiologie der drohenden Frühgeburt primäre und sekundäre Prävention der Frühgeburtlichkeit Diagnostik bei vorzeitiger Wehentätigkeit Medikamentöse Behandlung vorzeitiger Wehen – Tokolyse.[aerzteblatt.de]
  • Pathophysiologie Eine Hauptursache für Spätaborte und frühe Frühgeburten ( 32 0 SSW ) sind aus der Vagina aufsteigende Infektionen (vgl. „Allgemeines zu Fehl- und Frühgeburten/Ursachen“ ).[saling-institut.de]

Quellen

Artikel

  1. Roman A, Suhag A, Berghella V. Overview of Cervical Insufficiency: Diagnosis, Etiologies, and Risk Factors. Clin Obstet Gynecol. 2016; 59(2):237-240.
  2. Lotgering FK. Clinical aspects of cervical insufficiency. BMC Pregnancy Childbirth. 2007; 7 Suppl 1:S17.
  3. Larscheid P, Maass N, Kennes LN, Najjari L. [Transperineal ultrasound to measure cervical length of pregnant women in general and in particular with cervical insufficiency - a comparison of transabdominal and transperineal ultrasound as alternatives to transvaginal ultrasound]. Ultraschall Med. 2015; 36(1):59-64.
  4. Bujold E, Morency AM, Rallu F, et al. Bacteriology of amniotic fluid in women with suspected cervical insufficiency. J Obstet Gynaecol Can. 2008; 30(10):882-887.
  5. Hee L. Likelihood ratios for the prediction of preterm delivery with biomarkers. Acta Obstet Gynecol Scand. 2011; 90(11):1189-1199.
  6. Honest H, Hyde CJ, Khan KS. Prediction of spontaneous preterm birth: no good test for predicting a spontaneous preterm birth. Curr Opin Obstet Gynecol. 2012; 24(6):422-433.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-06-28 08:56