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Zervixkarzinom

Karzinom der Cervix uteri

Der Terminus Zervixkarzinom (ZK) umfasst eine Reihe bösartiger Tumoren, die sich im Genitaltrakt von Frauen entwickeln, z.B. das Plattenepithelkarzinom und das Adenokarzinom des Gebärmutterhalses. In vielen Fällen geht der Bildung des ZK eine Infektion mit onkogenen humanen Papillomaviren voraus. Zwar ist das ZK weltweit noch die dritthäufigste Krebserkrankung der Frau, aber Impfungen gegen humane Papillomaviren sowie Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, dass Inzidenz und Mortalität in vielen Ländern abnehmen.

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Symptome

Betroffene Frauen sind lange Zeit asymptomatisch und die meisten ZK werden im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. In einigen Fällen kommt es jedoch zu ungewöhnlich starken, verlängerten Menstruationsblutungen, zu Zwischenblutungen und Blutungen trotz Menopause. Zudem beschreiben manche Patienten Postkoitalblutungen und Dyspareunie [1] [2]. Auch über wässrigen oder blutigen Ausfluss wird regelmäßig berichtet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die überwiegende Mehrzahl der Patienten, die mit derartigen Symptomen vorstellig werden, an weniger schweren Krankheiten leidet, in der Regel an Infektionen [3].

Weitere Symptome können sich einstellen, wenn der Tumor die Funktion von Nieren oder Uretern beeinträchtigt, z.B. durch Kompression der Harnwege und folgendem Rückstau des Harns [4]. Chronische Schmerzen können durch die Infiltration des lumbosakralen Plexus bedingt sein und zeigen meist ein fortgeschrittenes Krankheitsgeschehen an.

Gewichtsverlust
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust Ein unerklärlicher Gewichtsverlust, ohne eine Abnehmdiät sowie Sport auszuüben, ist ein Symptom, das auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden sollte.[bessergesundleben.de]
  • Kanada visum Schritt für Schritt JETZT GRATIS Professional Schritt für Schritt Pläne für den Gewichtsverlust von der renommierten Fitness-und Gewichtsverlust.[tools.wmflabs.org]
Rückenschmerz
  • Rückenschmerzen und Hämaturie zeigen sich oft erst in fortgeschrittenem Krebsstadium.[eurocytology.eu]
Vaginale Blutung
  • Erst im fortgeschrittenen Stadium treten vaginale Blutungen oder Schmerzen im Beckenbereich auf. Diagnostisch ist neben der Abstrichzytologie die Kolposkopie von großer Bedeutung.[amboss.miamed.de]
  • Zu den Symptomen zählen vaginale Blutung nach dem Geschlechtsverkehr, Schmerzen und auffälliger Ausfluss.[diakonissen.de]
  • Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs sind: Vaginale Blutungen Ausfluss Unterbauchschmerzen Harn bzw. Stuhlveränderungen Erste Symptome sind vaginale Blutungen, spontan oder nach dem Geschlechtsverkehr, sowie Ausfluss aus der Scheide.[netdoktor.at]
  • Diese abnormen vaginalen Blutungen, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr sowie vaginaler Ausfluss, der entweder flüssig, schleimig, eitrig oder übelriechend ist, sind die häufigsten Symptome.[sexmedpedia.com]
Vaginaler Ausfluss
  • Diese abnormen vaginalen Blutungen, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr sowie vaginaler Ausfluss, der entweder flüssig, schleimig, eitrig oder übelriechend ist, sind die häufigsten Symptome.[sexmedpedia.com]
  • […] asymptomatisch oder nur geringe Symptomatik Fortgeschrittenes Karzinom Vaginale Blutungen Kontaktblutungen ( Kohabitationsblutungen ) Zwischenblutungen ( Metrorrhagien ) Schmierblutungen Postmenopausale Blutungen Fluor : Übelriechender, z.T. blutiger vaginaler[amboss.com]
  • Erst mit der Zeit machen sich die bösartigen Zellveränderungen mit Beschwerden bemerkbar wie zum Beispiel Scheidenausfluss (vaginaler Ausfluss) - er kann blutig oder übel riechend sein.[netdoktor.de]
Dyspareunie
  • Zudem beschreiben manche Patienten Postkoitalblutungen und Dyspareunie. Auch über wässrigen oder blutigen Ausfluss wird regelmäßig berichtet.[symptoma.de]
  • ) wurden 14 Wochen nach Ende der Strahlentherapie von den 16 teilnehmenden Patientinnen folgende Ursachen für das Nachlassen von sexuellem Interesse und sexueller Aktivität genannt: • Verkürzung der Vagina : 64 % • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr ( Dyspareunie[sexmedpedia.com]
Postkoitale Blutung
  • Zervikale Neoplasien sind asymptomatisch; das erste Symptom eines frühen Zervixkarzinoms ist üblicherweise irregulär, häufig eine postkoitale Blutung.[msdmanuals.com]
  • Erste Warnzeichen können die folgenden Symptome sein: 5 Gelblich-bräunlicher, häufig auch übelriechender Ausfluss aus der Scheide (vaginal) Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr (postkoital) Blutungen außerhalb der Menstruationsblutung Diagnose Zu den[pflege-onkologie.de]
  • Stadium IB2 (über 4 cm in größter Ausdehnung), die Stadien II, III und IV treten gewöhnlich mit klinischer Symptomatik, wie postmenopausaler oder postkoitaler Blutung auf, sie stellen die klinisch invasiven Stadien der Erkrankung dar.[eurocytology.eu]
Postmenopausale Blutung
  • Das invasive Zervixkarzinom imponiert besonders in der frühen Phase der Erkrankung häufig asymptomatisch; es können postkoitale, intermenstruelle oder postmenopausale Blutungen auftreten.[eurocytology.eu]
  • Blutungen Fluor : Übelriechender, z.T. blutiger vaginaler Ausfluss Hydronephrose : Harnstau durch Komprimierung der Harnleiter ( FIGO III) Lymphödem : Kompression von Venen oder Lymphgefäßen im Becken mit Stauungssymptomen im Bein Schmerzen : Meist lumbosakral[amboss.com]

Diagnostik

Die Diagnose von ZK beruht hauptsächlich auf der zytologischen Untersuchung von Material, das in Vorsorgeuntersuchungen per Abstrich von der Portio uteri oder aus dem Zervikalkanal entnommen wird. Weiterhin wird der Gebärmutterhals in jenen Vorsorgeuntersuchungen mit einem Kolposkop betrachtet. Die Schiller'sche Jodprobe und die Essigsäureprobe können durchgeführt werden, um kolposkopisch weitere Informationen über den Zustand der Zervikalschleimhaut zu erhalten, die erwiesenermaßen gut mit den zytologischen Befunden korrelieren [5]. Beide Techniken - die Zytologie und die Kolposkopie - ergänzen sich gegenseitig, bleiben aber auch in der Kombination von eingeschränkter Sensitivität, sodass unklare Befunde in jedem Fall weiter abgeklärt werden müssen. Einige Experten empfehlen an dieser Stelle eine Untersuchung auf eine Infektion mit onkogenen humanen Papillomaviren, und entsprechenden Verfahren wird eine hohe Sensitivität zugeschrieben [6]. Der Goldstandard zur Abklärung verdächtiger Befunde ist aber nach wie vor die histopathologische Untersuchung einer Probe, die durch Biopsie, eventuell auch durch Konisation, gewonnen wird [1].

Mehr als 80% aller ZK sind Plattenepithelkarzinome; die übrigen Tumore entsprechen Adenokarzinomen bzw. adenosquamöse Karzinomen [1] [7]. Diese Unterscheidung ist von therapeutischer Relevanz, da Plattenepithelkarzinome insgesamt mit einer geringeren Metastasierungsrate und einer besseren Prognose einhergehen; für Betroffene kann nach Tumorresektion daher meist eine weniger aggressive adjuvante Therapie gewählt werden. Weitere Faktoren, die die Entscheidung für ein Behandlungsregime sowie die Prognose beeinflussen, sind [8]:

  • Differenzierungsgrad des Tumorgewebes (Grading)
  • Invasion anliegenden Gewebes, auch im Zusammenhang mit Resektionsrändern
  • Infiltration von Lymph- und Blutgefäßen
  • Präsenz von Perineuralscheideninfiltraten

Ein Tumorstaging erfordert meist zusätzliche, bildgebende Maßnahmen: Ein Einwachsen in Harnblase oder Rektum kann mittels Zysto- bzw. Rektoskopie nachgewiesen werden, aber bei fortgeschrittener Krebserkrankung wird auch die Durchführung einer Magnetresonanztomographie empfohlen, um die Größe des Tumors und die Infiltration benachbarter Gewebe besser einschätzen zu können [9]. Kleine Tumoren können mittels Magnetresonanztomographie nicht dargestellt werden! ZK metastasieren häufig in die Becken- oder paraaortalen Lymphknoten, und zu deren Beurteilung eignet sich die Positronen-Emissions-Tomographie mit Flourdeoxyglukose [10]. Hämatogene Metastasen entwickeln sich erst spät und betreffen meist Leber oder Lunge [10].

Humane Papillomviren
  • Humane Papillomviren (HPV) Die Humanen Papillomviren können die Zellen der Haut und verschiedener Schleimhäute befallen und diese zu unkontrolliertem Wachstum treiben.[zervita.de]
  • Ursachen und Risikofaktoren Ein großer Teil der Gebärmutterhalskarzinome wird vermutlich von humanen Papillomviren (HPV) verursacht.[klinikum-nuernberg.de]
  • Zervikale Dysplasien, welche sich im Laufe der Zeit zu einem Zervixkarzinom entwickeln können, entstehen meist durch persistierende Infektionen mit hochrisiko Humanen Papillomviren (hrHPV) in der Transformationszone.[roche.de]
  • Im Berührungsbereich, in dem die beiden unterschiedlichen Schleimhautgewebe von Portio und Gebärmutterhals aneinandergrenzen, können sich Zellveränderungen und Krebsvorstufen entwickeln, denen überwiegend eine Infektion mit Humanen Papillomviren vorausgeht[frauenaerzte-im-netz.de]
  • Auslöser sind vor allem humane Papillomaviren (HPV, alternative Schreibweise: Humane Papillomviren).[meine-gesundheit.de]

Therapie

  • : Enzymtherapie, Mistelpräparate, Thymustherapie Medikamentöse Therapie: Hormon-/Chemotherapie Operative Therapie: Hysterektomie, Wertheim, Strahlentherapie Prognose 5 Jahres-Überlebenschance: 60 % gg[medizin-kompakt.de]
  • Therapie Die Therapie des Zervixkarzinoms richtet sich nach der Größe und Klassifizierung des Tumors.[klinikum-stuttgart.de]
  • Zervixkarzinom Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge Tumorzentrum München P. Hillemanns (Hrsg.) 3.[zuckschwerdtverlag.de]
  • […] postoperativen Risikofaktoren als adjuvante Therapie FIGO -Stadium III Primäre Radio(chemo)therapie als Goldstandard nach operativem Staging FIGO -Stadium IVA Primäre Radio(chemo)therapie als Goldstandard In Einzelfällen primäre Exenteration : Diese[amboss.com]

Prognose

  • Weitere Faktoren, die die Entscheidung für ein Behandlungsregime sowie die Prognose beeinflussen, sind: Differenzierungsgrad des Tumorgewebes (Grading) Invasion anliegenden Gewebes, auch im Zusammenhang mit Resektionsrändern Infiltration von Lymph- und[symptoma.de]
  • Prognose der Erkrankung Bis heute ist das Zervixkarzinom weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau. Aktuell ist jede zweite Frau bei Erstdiagnose unter 35 Jahre alt.[fertiprotekt.com]
  • Ein früher Befall der regionären Lymphknoten impliziert eine schlechte Prognose. Abbildung 4.8.[eurocytology.eu]

Epidemiologie

  • Lizenz: Gemeinfrei Epidemiologie Das Zervixkarzinom in der Bevölkerung Das Zervixkarzinom kann sowohl Frauen in jungen Jahren, als auch ältere Frauen betreffen.[lecturio.de]
  • Epidemiologie Weltweit (Stand 2012) [1] Inzidenz Vierthäufigstes Karzinom der Frau Zweithäufigstes gynäkologisches Karzinom der Frau Deutschland (Stand 2012) [2] [1] [3] Inzidenz : 11:100.000 Frauen pro Jahr Zwölfthäufigstes Karzinom der Frau Vierthäufigstes[amboss.com]
  • Sensmeyer Epidemiologie Die Inzidenz des Zervixkarzinoms variiert weltweit zwischen fünf (Spanien) und 45 (Kolumbien) pro 100.000 Frauen pro Jahr. In Deutschland lag die Inzidenz 1971 bei 35 : 100.000 und im Jahre 2001 bei 12 : 100.000.[web.archive.org]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

  • Pathologie und Pathophysiologie Vorstufen des Zervixkarzinoms Während sich in der Cervix uteri ( Endozervix ) Zylinderepithel befindet, ist die Oberfläche der Portio uteri ( Ektozervix ) mit Plattenepithel ausgekleidet.[lecturio.de]
  • Gewebeablation durch Hitze (Vaporisation) Kontraindikation : Ausbreitung in nicht beurteilbare Bereiche (Übergang Endo- zu Ektozervix) Postoperatives Management Wundheilung ca. 6 Wochen Befundkontrolle mittels Zytologie und Kolposkopie nach ca. 6 Monaten Pathophysiologie[amboss.com]

Quellen

Artikel

  1. Imesch P, Fink D. [Cervical cancer]. Ther Umsch. 2011; 68(10):545-552.
  2. Stapley S, Hamilton W. Gynaecological symptoms reported by young women: examining the potential for earlier diagnosis of cervical cancer. Fam Pract. 2011; 28(6):592-598.
  3. Shapley M, Jordan J, Croft PR. A systematic review of postcoital bleeding and risk of cervical cancer. Br J Gen Pract. 2006; 56(527):453-460.
  4. Patel K, Foster NR, Kumar A, et al. Hydronephrosis in patients with cervical cancer: an assessment of morbidity and survival. Support Care Cancer. 2015; 23(5):1303-1309.
  5. Kühn W. [Colposcopy in the diagnosis of early cervical cancer]. Pathologe. 2011; 32(6):497-504.
  6. Nocon M, Roll S, Mittendorf T, von der Schulenburg JM, Willich SN. [Human papilloma virus (HPV) testing for cervical carcinoma screening]. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes. 2010; 104(2):138-142.
  7. Marquardt K, Stubbe M, Broschewitz U. [Cervical cancer in Mecklenburg-Western Pomerania. Tumor stage, histological tumor type, age and screening participation of 985 patients]. Pathologe. 2016; 37(1):78-83.
  8. Horn LC, Brambs CE, Handzel R, et al. [Cervical cancer : Update on morphology]. Pathologe. 2016; 37(6):542-548.
  9. Collettini F, Hamm B. [Uterine cervical cancer : preoperative staging with magnetic resonance imaging]. Radiologe. 2011; 51(7):589-595.
  10. Follen M, Levenback CF, Iyer RB, et al. Imaging in cervical cancer. Cancer. 2003; 98(9 Suppl):2028-2038.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:46